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Retrospektive Kritik

Christian Rapp (K 1) zufolge behandelt Berge in Flammen den Krieg "als alipnistisches Motiv". Nachdem er eingangs auf die Produktionsgeschichte des Films und das Zerwürfnis der Bergfilm-Ikonen Luis Trenker und Arnold Fanck eingeht, analysiert Rapp das Verhältnis des Berghelden Dimai / Trenker zur alpinen Landschaft unter Kriegsbedingungen, wobei er andere Filme und Romane Trenkers zu Vergleichen heranzieht. Der natur- und heimatverbundenen Kriegführung der Tiroler stellt Rapp die "infame", technologiebasierte Taktik der Italiener entgegen. Durch ästhetische Überhöhung schaffe Trenker die verklärende "Fiktion eines konkreten Krieges", der auf männlichem Heldentum und sportlicher Einzelleistung basiere.

Barbara Ziereis (K 2) untersucht die Darstellung von Frauen, Feinden und Freunden in Berge in Flammen vergleichend zu den Filmen Westfront 1918 (siehe hier) und Morgenrot (siehe hier). Sie kommt zu dem Schluss, dass Trenker den Krieg als „sportähnliches Ereignis“ und „Ort der männlichen Selbstbeweisung“ interpretiere, grenzt Berge in Flammen jedoch ausdrücklich gegen politisch-propagandistische Kriegsdarstellungen ab.

Italienische Offiziere planen die Unterminierung der österreichischen Stellungen. Abbildung mit freundlicher Genehmigung von Film101.