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Stunde 15 - 17: Kriegsende und politischer Formwandel in Deutschland


Klausur

Textgrundlage der Klausur war ein Textauszug aus Peter Graf Kielmannsegg: "Die Dolchstoßlegende - "ein bösartiger Unfug". In einigen Arbeiten stellten die Schülerinnen und Schüler" konkrete Bezüge zum Film IM WESTEN NICHTS NEUES her:

  • Der Film offenbare, dass der Krieg verloren gewesen sei - schon allein durch die Tatsache, dass Kinder/Jugendliche an die Front geschickt werden mussten. Die "Argumentation" vom "im Felde unbesiegten Heer" gehe deshalb an der Wirklichkeit vorbei.
  • Der Film zeige auch, dass die Bevölkerung die wahre militärische Situation nicht habe einschätzen können, insofern habe die Dolchstoßlegende wohl auf fruchtbaren Boden fallen können. Hier wird direkt Bezug genommen auf die Darstellung von Bäumers vergeblichen Bemühungen, der Schulkasse seine Erfahrungen zu vermitteln und auf die Beschreibung der völlig irrationalen Diskussion der "Stammtischkrieger" über den Krieg.
  • Schließlich offenbare der Film, dass es - zumindest an der Westfront - kein revolutionäres Aufbegehren gegeben habe: Auch nicht die kleinste Andeutung ist im Film festzustellen. Tjadens Äußerungen und die Anfragen der Soldaten an Bäumer bei dessen Rückkehr an die Front, ob es einen Waffenstillstand gäbe, würde vielmehr die allgemeine Kriegsmüdigkeit zum Ausdruck bringen.


Anzumerken ist, dass die Schülerinnen und Schüler, die in der Vergangenheit weniger historisch interessiert gewesen sind, öfter und stärker Bezug nehmen auf den Film, als diejenigen, die über weitergehende Kenntnisse verfügten und vor allem in der Arbeit mit Textmaterialien geübt waren.