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Materialien zum Film

M 1: Auszüge aus der Begründung des Verbots, das die Berliner Filmprüfstelle nach der ersten Prüfung des Films verhängte (Zensur-Nr. O.04636 vom 09.04.1932), und aus der Mitteilung über die Freigabe der gekürzten Fassung (Zensur-Nr. B.31425 vom 21.04.1932).

M 2: Zentrale Bedeutung für die agitatorische Absicht des Films bildet die hitzige Diskussion zwischen den Fahrgästen in der abschließenden Straßenbahn-Szene (Sequenz 19), deren Dialoge an dieser Stelle wiedergegeben sind. Gerhard Bienert spielt den Zeitungslesenden Fahrgast, der den Mitfahrenden eine Meldung kundtut, nach der die brasilianische Regierung ihre überschüssige Kaffeeproduktion vernichten lässt, um den Marktwert stabil zu halten. An dieser Meldung entzündet sich eine weltanschauliche Diskussion zwischen den jungen Arbeitern und einem reaktionär-bürgerlichen Wortführer. Im Film sprechen die Darsteller mit Berliner Akzent, der nicht in die Transkription übernommen wurde.

M 3: In seinem Text über „Hanns Eisler und die Musik in Kuhle Wampe“ untersucht Thomas Adank die Kompositionen Eislers und ihren kontrapunktierenden Einsatz in Dudows Film. Adank illustriert seine Darstellung mit zahlreichen Zitaten aus Eislers Materialien zu einer Dialektik der Musik und gibt auch den vollständigen Text des Solidaritätsliedes wieder.

M 4: enthält den Wortlaut des ursprünglich im Film zitierten § 218 Strafgesetzbuch (Abtreibungsparagraphen) in der Fassung, die vom 8. Juni 1926 bis 30. März 1943 gültig war.

Fritz und Anni. Abbildung mit freundlicher Genehmigung von absolut medien.