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Sequenzprotokoll


Nr.
Inhalt
Länge
Zeit im Film

1

Vorspann.

0.43

0.00 – 0.43

2

Zwischentitel: „I. Ein Arbeitsloser weniger“

Berliner Arbeiterquartiere, Höfe und Straßenschluchten. Verschiedene Zeitungsschlagzeilen künden vom Anstieg der Arbeitslosen auf über 5 Millionen.

1.14

0.43 – 1.57

3

Junge Männer erwarten das Eintreffen frisch gedruckter Zeitungen, um daraus die neuesten Stellenanzeigen zu erfahren. Eine Gruppe zieht auf Fahrrädern los und klappert auf der erfolglosen Suche nach Arbeit verschiedene Fabriken ab.

5.38

1.57 – 6.35

4

Ein arbeitsloser junger Mann, der Sohn der Familie Bönike, kommt nach Hause. Beim Abendessen werfen die Eltern ihm Tatenlosigkeit und mangelnden Einsatz vor. Schwester Anni nimmt ihn in Schutz. Als der Sohn allein in der Stube verbleibt, tritt er ans Fenster, nimmt seine Armbanduhr ab und stürzt sich in die Tiefe. Im Innenhof scharen sich die Hausbewohner um den Toten. Ausschnitte aus ihren Gesprächen werden gezeigt. Der Leichenwagen fährt ab.

5.49

6.35 – 12.24

5

Zwischentitel: „II. Das schönste Leben eines jungen Menschen“

Naturaufnahmen: Wald und Wiesen, Gräser, das Ufer eines Sees.

0.51

12.24 – 13.15

6

Das Amtsgericht, Abt. Mietssachen, verfügt, dass die zahlungssäumige Familie Bönike ihre Wohnung verlassen muss. Um die Räumung zu verhindern, sucht Anni Bönike das Wohlfahrtsamt, den Hauswirt und den Gerichtsvollzieher auf. Von einer Telefonzelle aus hält sie Rücksprache mit ihrem Freund Fritz, der sie auffordert, mitsamt ihrer Familie nach „Kuhle Wampe“ überzusiedeln.

6.35

13.15 – 19.50

7

Fritz und Anni transportieren die Habseligkeiten der Bönikes nach „Kuhle Wampe“.

Impressionen aus der Zeltkolonie. Die Familie richtet sich ein, während im Off Marschmusik aus dem Rundfunkempfänger klingt.

3.55

19.50 – 22.45

8

Anni und Fritz gehen spazieren. Es folgt eine Montage aus Landschaftsimpressionen, zu denen Helene Weigel im Off „Das Spiel der Geschlechter“ singt.

3.01

22.45 – 25.46

9

Vater Bönike liest eine Kolportage über Mata Hari vor, während die Mutter ihr Haushaltsbuch schreibt. Anni kommt dazu.

2.44

25.46 – 28.30

10

Anni und Fritz wechseln dürre Worte, aus denen hervorgeht, dass Anni schwanger ist und bei den von Fritz empfohlenen Adressen keine Abtreibung vornehmen lassen kann.

Der Vater droht Anni, sie totzuschlagen, „wenn was passiert“.

Weibliche Fließbandarbeit in einer Fabrik. Anni wechselt einige Worte mit ihrer Kollegin Gerda.

Ein Kollege rät Fritz zur Heirat.

3.11

28.30 – 31.41

11

Fritz und Anni verlassen gemeinsam die Baracke und begegnen beim Spaziergang einer Gruppe Kinder. Es folgt eine Montage, die Annis seelische Zerrissenheit über die Frage ihrer Mutterschaft verdeutlicht.

2.27

31.41 – 34.08

12

Im Gespräch mit einem Kollegen, der ihn ins Kino begleitet, erklärt Fritz, Anni nicht heiraten zu wollen.

Im Gespräch mit Annis Vater erklärt sich Fritz zur Heirat mit Anni bereit, da ihm nichts anderes übrig bliebe.

1.01

34.08 – 35.09

13

Die Verlobungsfeier. Zu Marschmusik wird getrunken und gezecht. Zu fortgeschrittener Stunde kommt es zu einem schroffen Wortwechsel zwischen dem Brautpaar. Während das Besäufnis exzessive Formen annimmt, macht sich Anni mit ihrer Freundin Gerda auf den Fußweg in die Stadt und lässt sich auch von ihren Eltern nicht zurückhalten.

9.01

35.09 – 44.10

14

Gerda und Anni erreichen Annis Wohnung. Es folgt eine Montage mit Industrieaufnahmen.

1.44

44.10 – 45.54

15

Im Heim der Arbeitersportler werden Flugblätter vervielfältigt und Plakate vorbereitet. Gerda und Kurt unterhalten sich über Anni. Fritz stattet den Arbeitersportlern einen Besuch ab, um Erkundigungen über Anni einzuziehen. Gerda und Kurt fordern Fritz auf, die Arbeiterwettspiele zu besuchen, wenn er Anni treffen möchte.

3.13

45.54 – 49.07

16

Kurt und Genossen starten auf ihren Motorrädern. Abteilungen der Arbeiterjugend marschieren durch die Straßen Berlins und auch durch „Kuhle Wampe“. Impressionen vom Frauenrudern, Wettschwimmen und Motorradrennen.

3.13

49.07 – 52.20

17

Nach Ende der Wettkämpfe tritt eine Agitprop-Gruppe vor den versammelten Jugendlichen auf. Gemeinsam wird das Solidaritätslied gesungen.

4.04

52.20 – 56.24

18

Zeltlagergemütlichkeit. Gerda und Kurt fragen sich, ob Anni und Fritz doch noch heiraten werden. Die Wassersportler rudern auf den See hinaus. Andere Jugendliche fahren auf Motor- und Fahrrädern in die Stadt zurück.

2.53

56.24 – 59.17

19

Rückfahrt in der Straßenbahn. Fritz sitzt neben Anni und streichelt ihr Haar. Ein zeitunglesender Fahrgast gibt bekannt, dass in Brasilien die überschüssige Kaffeeproduktion des Landes vernichtet würde. Unter den Fahrgästen entspinnt sich eine Diskussion, die in Gerdas Feststellung gipfelt, dass diejenigen die Welt ändern würden, denen sie nicht gefällt.

Das Schlussbild zeigt die jungen Arbeiter, die durch einen U-Bahntunnel dem Ausgang entgegen strömen.

9.18

59.17 – 68.35