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Historische Entwicklungen

Stark eingeschränkte Auswahl der bedeutendsten Entwicklungen im Bereich Film.

1868
Gebrüder Hyatt erfinden das Celluloid, ein Kunststoff aus Schießbaumwolle und Kampfer, der zunächst als Elfenbeinersatz für Billardkugeln Verwendung fand.

1877
Muybridge stellt die ersten Reihenaufnahmen von bewegten Objekten her. Er arbeitet mit 24 nebeneinander aufgestellten Apparaten und nimmt den Galopp eines Pferdes auf.

1887
Hannibal Godwin entdeckt das Celluloid als durchsichtigen Träger für lichtempfindliche Emulsionen (weiter verbessert durch Reichenbach).

1889
Georg Eastman (produzierte vorher schon Papierrollfilme) bringt flexibles Celluloidfilmmaterial (Cellulosenitrat) auf den Markt.

1891
Thomas Alva Edison erfindet das Kinetoskop. Er verwendet Eastman-Celluloidfilme in langen Bändern, deren Abmessungen und Bildgröße so optimal gewählt sind, dass die Maße des 35-mm-Kinefilms im Wesentlichen noch heute mit ihnen übereinstimmen.

1895
August und Louis Lumière veranstalten in Paris eine öffentliche Filmvorführung mit dem Kinematograph.

1895
Max und Emil Skladanowsky führen die ersten Filmbilder öffentlich im Rahmen eines Varietéprogramms im Wintergartenpalais Berlin vor.

1896
Oskar Messter baut den ersten Projektor mit Malteserkreuz und begründet damit die deutsche Kinefilm-Industrie.

1901
Eichengrün und Becker stellen den ersten nicht entflammbaren Sicherheitsfilm her („Cellitfilm Bayer"). Die allgemeine Einführung des Celluloseacetat-Sicherheitsträgers für Amateurkinefilme erfolgte aber erst in den 1920er Jahren, für Kinepositivfilm zunehmend ab 1936. Die endgültige Ablösung des Nitrofilms für professionellen Kinefilm durch Triacetatcellulose erfolgte erst 1950.

1909
Edisons 35-mm-Rohfilm wird allgemeiner Standard.

1910-1914
Rudolf Fischer gibt das Prinzip der chromogenen Entwicklung und des Mehrschichten-Farbmaterials an.

1922
Hans Vogt, Jo Engl und Joseph Massolle führen ein vollständiges Aufnahme- und Wiedergabeverfahren für Lichtton vor, das sog. Triergon-Verfahren „Klangfilm".

1923
Der Agfa-Farbrasterfilm erscheint im Handel.

1935
Kodak bringt den Kodakchrome-Umkehrfilm auf den Markt, mit dem zum ersten Mal das von Rudolf Fischer angegebene Prinzip verwirklicht wird, eine sehr komplizierte chromogene Entwicklung mit kontrollierter Diffusion (Erfinder des Verfahrens: L. Mannes und L. Godowsky).

1937
Der Agfacolor-Mehrschichten-Farbfilm mit relativ unkomplizierter chromogener Entwicklung erscheint als Umkehrfilm im Handel. Die Grundlagen des Agfacolor-Negativ/Positivprozesses werden bekannt gegeben. Diffusionsechte Farbstoffe.

1939
Neues Agfacolorverfahren; nach Ende des Zweiten Weltkrieges werden die deutschen Patente frei, auf denen die nach 1945 eingeführten Verfahren Ferraniacolor, Gevacolor, Anscocolor, Sowcolor und Eastmancolor beruhen.

1955
Die Firma Dupont führt unter der Bezeichnung „Cronar" die Polyester-Unterlage ein, die sich durch besondere Maßhaltigkeit auszeichnet.

1965
Silberfarbbleichverfahren (Cibachrome; Cilchrome)

1981
Erste Digitalkamera Sony Mavica