Diese Seite drucken

Polyester, Polyethylenterephthalat PET

Seit den 1960er Jahren wird für aktuelle Produktionen immer häufiger Polyester als Trägermaterial verwendet. Polyesterfilme zeichnen sich durch besondere Maßhaltigkeit, Reißfestigkeit und Widerstandsfähigkeit aus. Zudem kann die Trägerschicht bei Filmen auf Polyesterbasis dünner hergestellt werden als bei TAC-Filmen, so dass hier effektiv Lagerplatz und somit Kosten gespart werden können. Ihre Oberfläche erscheint glänzend, der Filmwickel ist im Gegenlicht undurchsichtig. Im Gegensatz zu CA-Filmen reißen Polyesterfilme ausschließlich unter erheblicher Zugbelastung nach starker Überdehnung. Die Filme auf PET-Basis werden zuweilen ebenfalls als Sicherheitsfilme bezeichnet, da sie wie TAC-Filme eine geringe Entflammbarkeit aufweisen.

Es werden von den Filmherstellern keine Kinefilme auf Polyesterbasis mit Schwarz-Weiß-Emulsion hergestellt. Das heißt es können keine Schwarz-Weiß-Sicherungskopien und Farbauszugskopien, wie sie für Archivzwecke benötigt werden von CN- oder TAC-Filmen auf Polyester hergestellt werden. Hierfür wird noch immer Triacetat verwendet. Es ist möglich Schwarz-Weiß-Originale auf Polyesterfarbfilm zu kopieren. Hierbei muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Farbstoffe im Farbfilm weniger altersbeständig sind, als die Silberpartikel der Schwarz-Weiß-Emulsion.
PET unterliegt keiner bisher bekannten chemischen Zersetzung und Hydrolysereaktion und ist zudem resistent gegen Bakterienbefall.