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Magnetband Celluloseacetat

Magnetbänder mit einem Trägerfilm aus CA kamen von 1935 an bis ca. Mitte der 1960er Jahre ausschließlich für Audioaufnahmen zum Einsatz. Erkennbar sind CA-Bänder an einer meistens braunen bis rötlichen Einfärbung, selten schwarz. Der Bandwickel ist im Gegenlicht durchscheinend, bei Zugbelastung reißt das Band unter Bildung einer klaren Risskante. Die unterschiedlichen Dehnungseigenschaften zwischen Trägerfilm und Bindemittel führen zu Verwellungen des gesamten Bandes. CA-Bänder sind stark hygroskopisch, also wasseranziehend und sind, aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung, wie Kinefilme vom sog. Essigsyndrom betroffen (s. hierzu Kapitel Filmmaterialien Celluloseacetat). Die Verflüchtigung des Weichmachers führt zudem zu einer Versprödung und Verformung des Bandes.



Bild: Deformiertes Acetatband als Folge der Hydrolyse und unterschiedlichen
Spannungen im Bandwickel. Abgebildet ist der Blick auf den Bandwickel durch ein
Fenster der Spule. [1]




[1] Quelle: Digitisation workflow for analogue open reel tapes; ©Phonogrammarchiv, Wien