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Schichtaufbau Magnetbänder

Magnetbänder sind seit Beginn der kommerziellen Produktion fast immer schichtförmig aufgebaut. Die Schichten werden bei der Produktion auf den Trägerfilm gegossen, bzw. bei jüngeren Bandtypen bedampft, geglättet (kalandriert) und das Band schließlich geschnitten (konfektioniert). Als erste Träger für Audioaufnahmen wurden Stahldraht oder magnetisierbare Papierbänder genutzt, die jedoch bald durch Kunststoffbänder aus Celluloseacetat CA abgelöst wurden. Insbesondere für Audiobänder wurde bis in die 1960er Jahre CA als Träger verwendet, danach hauptsächlich Polyethylenterephtalat (Polyester, PET) für Audio- und Videoaufnahmen. Sehr selten und nur im Audiobereich sind Polyvinylchlorid-(PVC)-Bänder anzutreffen. Für Videobänder wird bis heute hauptsächlich ein Träger aus PET oder PEN verwendet.



Bild: Schichtaufbau von Magnetbändern [1]

Die generelle Schichtfolge ist Magnetschicht, Träger, Rückseitenbeschichtung.
Die Magnetschicht enthält neben den Magnetpartikeln (z.B. Fe2O3, CrO2) das Bindemittel, z. B. Polyester-Polyurethan, ein Gleitmittel z.B. Perfluorpolyether und weitere Bestandteile, wie Fungizide, Anti-Statik-Mittel, Schleifmittel, Weichmacher und Inhibitoren, die die Abspieleigenschaften verbessern und Abbauprozesse verlangsamen sollen.




[1] Quelle: Bogart, 1995, S.4