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Kontextmedien


Deutsche Literatur seit 1945 (1): 1945 - 1949


Kurzbeschreibung:

Schrecken, Verzweiflung und Angst vor der Zukunft spiegeln sich in der Literatur nach dem Ende des 2. Weltkrieges. "Kahlschlagliteratur" ist ein Stichwort, unter dem viele Texte aus der Nachkriegsliteratur (Nossak, Schnurre, Eich, Weyrauch u.a.) einzuordnen sind. Daneben wird die an Bedeutung gewinnende Pressekultur sowie die Blüte des Theaters (Sartre, Zuckmayer, Brecht, Borchert u.a.) aufgezeigt. Thomas Mann versucht, die deutsche Spaltung als distanzierter Beobachter von außen zu überbrücken.

Medienart: Video VHS, s/w und Farbe
Laufzeit: 60 min
Produktionsjahr: 1993
Produktionsland: Bundesrepublik Deutschland
Regie: Helmuth Greulich
Kamera: Sepp-Jürgen Braune, Gerion Wirthensohn
Schnitt: Ute Mannhardt
Produktion: Klaus Priedemuth
Bezugsquelle: Stiftung Lesen, Fischtorplatz 23, 55116 Mainz

Adressaten:
Sekundarbereich 1: (ab Schuljahr 9); Sekundarbereich 11; außerschulische Jugendbildung (ab 16 Jahren); Erwachsenenbildung; Lehrerfortbildung

Lernziele:

  • "Trümmerliteratur" kennenlernen
  • Bedeutung der Presse nach 1945 erfahren
  • Rolle des Theaters in der Nachkriegsgesellschaft nachvollziehen
  • Informationen über die Gruppe 47 erhalten


Zur Verwendung:

Die nach Zeitabschnitten gegliederte Reihe "Deutsche Literatur seit 1945" ist ein zeit- und kulturgeschichtliches Dokument, das für den Literaturunterricht an den niedersächsischen Schulen zahlreiche Anregungen bereithält. Da es sich nicht um eine neu aufgemachte visuelle Präsentation von Literatur handelt, sondern um einen Rückgriff auf bereits vorhandenes Material, das die Berührungspunkte von Buch und Bild historisch unmittelbar und unverfälscht dokumentiert, dürften daraus zahlreiche neue Aspekte für das Verständnis der Werke aus zeitgeschichtlicher Sicht zu erarbeiten sein.

Dieser Film kann beim Medienzentrum der Region Hannover unter der Bestellnummer
42 49319 ausgeliehen werden.

Zur Freitextsuche im Online-Medienkatalog des MZRH gelangen Sie hier.

 

2. Soviel Anfang war nie. Kultur aus Trümmern


Zu zentralen Problemen bundesrepublikanischer Kulturentwicklung werden Persönlichkeiten befragt, die den Werdegang dieses Staates schöpferisch und analysierend begleitet haben und als Zeitzeugen persönliche Erfahrungen mit einbringen. Stellvertretend für die verschiedenen Kultur- und Wissenschaftsbereiche kommen unter anderem zu Wort: Margarete Mitscherlich, Sebastian Haffner, Marcel Reich-Ranicki, August Everding und Günter Grass.

Die Darstellung nimmt immer Bezug auf entsprechende historische Entwicklungsschritte. Kultur manifestiert sich auch im Alltagsleben der Menschen, wie sie wohnen, womit sie ihre Freizeit verbringen, welche Musik sie hören. So beginnt jeder neue Abschnitt des Films mit einer Fotomontage, unterlegt mit Musikstücken, die repräsentativ für einen jeweiligen Zeitabschnitt sind.

Die Gliederung des Films:

  • Bilder zerstörter Städte - Wolfgang Borchert Generation ohne Abschied
  • Unterwegs
    Millionen Kriegsheimkehrer, Flüchtlinge, Evakuierte alliierte Besatzungstruppen waren unterwegs; unterwegs war man auch in einem geistigen Sinn, auf der Suche nach einem neuen Anfang - Thomas Mann, Hermann Hesse.
  • Normalverbraucher
    Schwarzmarkt - Vor und nach der Währungsreform - Einfluß des Züricher Schauspielhauses - Brecht in Berlin - Gruppe 47 - Urbanität und Hoffnung auf Amerikanisierung des Lebens.
  • Geburt der Republik
    Verabschiedung des Grundgesetzes und Konsolidierung des politischen Lebens - Adenauer, Schumacher, Heuss, Ludwig Erhard.
  • Medienzauber
    Wiederinbetriebnahme der Rundfunkanstalten - Bedeutung des Hörspiels - Publikumszeitschriften - Gründung der Bildzeitung - Einführung des Fernsehens.

 

Dieser Film kann beim Medienzentrum der Region Hannover unter der Bestellnummer
42 01139 ausgeliehen werden.

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