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Arbeitshinweise


Die hier genannten Kurz- und Dokumentarfilme sind in ihren Ursprungsfassungen in den Jahren 1947 bis 1949 entstanden. Sie wurden produziert von deutschen Filmemachern, unterstützt, aber auch kontrolliert von der Britischen Militärverwaltung. Die beiden "Flüchtlingsnot-Filme" sind ca. 10 Jahre später als Abwandlungen des Films "Asylrecht" für den Schulunterricht hergestellt worden. Die Filme erlauben einen zeitnahen Blick in den schwierigen Lebensalltag der deutschen Nachkriegszeit. Dieser Blick ist zum Teil humorvoll ("Stadtmeier und Landmeier", "Die Zauberschere"), zum Teil aber auch eindringlich und erschütternd ("Asylrecht", "Flüchtlingsnot"). In diesem Blick spiegeln sich nicht nur die konkreten Alltagsprobleme jener Jahre, sondern auch die damalige Sichtweise auf diese Probleme: sowohl auf deutscher Seite als auch von Seiten der Britischen Besatzungsmacht.

In den "Flüchtlingsnot-Filmen" geht es schließlich um die Sichtweise im politischen Kontext Ende der 50er Jahre. Im Folgenden werden einige Bearbeitungsvorschläge formuliert, die für die Arbeit mit den Filmen im historischen Unterricht hilfreich sein können. Zur Beantwortung der Fragen sollte auf die gegebenen Hintergrundinfos zurückgegriffen werden.


Filme allgemein

  • Welche Gründe gab es für die Filminitiative der Britischen Besatzungsmacht (Film-Section)?
  • Ordnen Sie die Filme jeweils den Themenbereichen zu, die von der Film-Section vorgeschlagen wurden!


Stadtmeier und Landmeier

  • Welche Probleme der Nachkriegszeit werden im Film angesprochen?
  • Wie werden die Bauern / die Städter vorgestellt?
  • Welche Vorurteile werden auf Seiten der Bauern bzw. der Städter deutlich?
  • Aus welcher Perspektive wird der Film hauptsächlich erzählt, wer wird sympathischer dargestellt? Welche Gründe könnte es dafür geben?
  • Was war die Absicht der Filmemacher und durch welche filmischen Mittel wurde diese verfolgt?
  • Inwiefern sind die Vorgaben / Einflüsse der Britischen Besatzungsmacht wiederzufinden?
  • Vergleichen Sie "Stadtmeier und Landmeier" mit dem Film bzw. den Angaben zu dem Film "Kreis-Resident-Officer" (K.R.O.).
    • Worin bestehen die Unterschiede in der Aufbereitung der Themen für das britische und das deutsche Publikum?
    • Was sollten die Filme bei ihrem jeweiligen Zielpublikum bewirken?


Die Zauberschere

  • Welche Probleme der Nachkriegszeit werden im Film angesprochen?
  • Was war die Absicht der Filmemacher und durch welche filmischen Mittel wurde diese realisiert?
  • Inwiefern sind die Vorgaben / Einflüsse der Britischen Besatzungsmacht wiederzufinden?


Asylrecht / Flüchtlingsnot an der Zonengrenze

  • Was sollte der Film "Asylrecht" beim britischen Publikum bewirken?
  • Der Film "Asylrecht" konnte sich im deutschen Kino der Jahre 1949/50 nicht durchsetzen.
    • Welche Gründe könnten hierfür ausschlaggebend sein?
    • Wie unterscheiden sich die Flüchtlinge in "Asylrecht" von denjenigen in den erfolgreichen Heimatfilmen jener Jahre ("Grün ist die Heide" etc.)?
  • Welche Unterschiede bestehen zwischen den drei Fassungen: "Asylrecht"(1948/49), "Flüchtlingsnot an der Zonengrenze" (9 Min., 1959) und "Flüchtlingsnot an der Zonengrenze" (21 Min., 1960). Benutzen Sie für den Vergleich auch die Sequenzprotokolle.
  • Was sagen die Filmfassungen über die Zeit ihrer Entstehung bzw. über die Absichten ihrer Hersteller aus?
    Benutzen Sie hierfür auch das Textblatt für den neunminütigen Film "Flüchtlingsnot an der Zonengrenze"!