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Sequenzprotokoll


Nr.
Inhalt
Länge
Zeit im Film

1

Vorspann. Rückblick aus der Zukunft auf 1948. Berlin als futuristische Metropole des Jahres 2048. Die Trümmerlandschaft Berlins 1948.

3.27

0.00 – 3.27

2

Kriegsheimkehrer Otto Normalverbraucher in der Trümmerlandschaft. Spaziergang von der Siegessäule durch die zerstörte Siegesallee im Tiergarten. Begegnung mit einer alten Frau. Auf der Suche nach seiner Wohnung spricht Otto erfolglos einige Passanten an.

3.43

3.27 – 7.10

3

Otto findet das Haus und betritt seine Wohnung, die von Anton Zeithammer und Frau Holle bewohnt wird.

3.35

7.10 – 10.45

4

Rückblende auf die Kriegsjahre 1941-44: Luftangriffe auf Berlin, Einberufung und Musterung Ottos, schließlich Grundausbildung, Kampfeinsatz und Gefangennahme.

3.02

10.45 – 13.47

5

Rückblende, frühe Nachkriegszeit in München. Bürokratische Hürden verhindern, daß Otto dort bleiben kann. Er trennt sich von einer anhänglichen Münchnerin, macht sich auf den Weg nach Berlin und überquert unbemerkt die amerikanisch-russische Demarkationslinie.

4.13

13.47 – 18.00

6

Otto träumt in seinen drei Wänden von der blonden Kuchenverkäuferin, die ihm bereitwillig Süßwaren serviert. Sein Schlaf wird durch eine Verkäuferin an der Haustür gestört, die ihm Zwiebeln verkaufen will.

2.58

18.00 – 20.58

7

Otto auf dem Berliner Meldeamt (Stempeldaumen). Einkauf im Lebensmittelgeschäft: Der Mangel an Zucker bewirkt Vergesslichkeit; Otto begegnet einem gönnerhaften alten Bekannten auf der Straße, den er nicht erkennt. Arztbesuch bei Dr. Köppchen, Facharzt für Gemütsleiden, der jedoch ebenfalls von der Mangelerscheinung der Vergesslichkeit befallen ist.

4.52

20.58 – 25.50

8

Otto veräußert Teile seiner Wohnungseinrichtung gegen Lebensmittel. Vor einem Pfandbüro muss Otto mit seiner Waage in der Schlange stehen. Montage und Chanson „Im großen Wartesaal des Lebens“.

4.49

25.50 – 30.39

9

Wieder-Inbetriebnahme einer Fabrik, in der Otto Arbeit findet. Reportage eines Rundfunkjournalisten aus der Werkhalle. Otto bringt seinen alten Frack zum Frack-Verleiher und erhält dafür den „ersten neuen Anzug nach dem Kriege“. Da die Fabrik in der Zwischenzeit geschlossen hat, begibt er sich wieder auf Stellensuche.

3.09

30.39 – 33.48

10

Otto als Nachtwächter. Während er zum zweiten Mal von der Kuchenverkäuferin träumt, wird das Geschäft ausgeraubt.

3.35

33.48 – 37.23

11

Der mißmutige Herr bei der Zeitungslektüre. Besuch des Stromkontrolleurs. Zeithammer und Otto betrinken sich; Zeithammer beklagt sein Schicksal als Schieber.

3.39

37.23 – 41.02

12

Otto besucht Wahlkampfveranstaltungen der Sozialisten und der Bürgerlichen und unterhält sich mit dem Saal-Dekorateur darüber, wer Recht hat.

2.44

41.02 – 43.46

13

Kampflied / Montage.

1.16

43.46 – 45.01

14

Otto hat Glück (Begegnung mit dem Schornsteinfeger). Er besorgt sich seinen Frack wieder und arbeitet als Kellner in einer Luxusbar. Gesangseinlage:“ Kopf hoch – die Sache wird schon schiefgehn“.

3.47

45.01 – 48.48

15

Exkurs zur Internationalität des besetzten Berlin: In der Deutschen Staatsoper wird „Madame Butterfly“ aufgeführt. Einblick in Frau Holles Amorzentrale. Anton Zeithammer wird von der Kriminalpolizei abgeführt.

2.53

48.48 – 51.41

16

Frau Holle schäkert mit Otto und setzt ihm einen Floh ins Ohr: „Sechs Berliner Frauen kommen auf einen Mann.“ Lied „Tausend Herzen suchen Liebe“. Bei einem Spaziergang im Park trifft Otto auf zahlreiche Liebespaare, unter anderen einen G.I. und ein deutsches Mädchen, die sprachliche Verständigungsprobleme haben.

4.52

51.41 – 56.33

17

In der Straßenbahn träumt Otto zum dritten Mal von der Kuchenverkäuferin, die er nach dem Erwachen vor sich sitzen sieht. Durch seine aufdringliche Blicke gestört, verlässt sie das Fahrzeug; Otto gerät mit dem Straßenbahnkontrolleur aneinander, der sich als ehemaliger Feldwebel herausstellt.

2.50

56.33 – 59.23

18

Maskenball in einem ehemaligen Luftschutzbunker: an der Kuchentheke begegnet Otto erneut der Frau seiner Träume.

3.30

59.23 – 62.53

19

Kuchenübergabe am Hinterausgang des Bunkers. Otto begleitet Eva über die Trümmerfelder heim, vor ihrer Wohnung küssen sie einander. Nach hause zurückgekehrt packt Otto andächtig den Kuchen aus und träumt anschließend von der gemeinsamen Hochzeit. Die echte Hochzeit in etwas dürftigerem Ambiente folgt unmittelbar darauf.

3.59

62.53 – 66.52

20

Exkurs zur „musikliebenden Stadt“ Berlin: diverse Orchesterauftritte und Kulturereignisse. Montage: Ottos und Evas von Mißstimmungen getrübtes Eheleben.

2.28

66.52 – 69.20

21

Erklärende Worte zur Währungsreform. Otto steht im Regen, bedrohliche Zeiten kündigen sich an (Zeitungsschlagzeilen). Die ergebnislosen UN-Konferenzen werden dargestellt, eine Sitzung endet im symbolischen Weltenbrand.

4.56

69.20 – 74.16

22

Otto trifft den aus der Haft entlassenen Anton Zeithammer. In einer Kneipe werden sie Zeuge einer Diskussion zweier Veteranen, die die strategische Ausgangslage des kommenden Krieges besprechen. Otto mischt sich ein und wird daraufhin von beiden tätlich angegriffen.

5.03

74.16 – 79.19

23

Trauergemeinde um Ottos Sarg. Otto, der alleine zurückbleibt, stellt sich als lebendig heraus.

2.22

79.19 – 81.41

24

Auf dem Friedhof appelliert Otto an die Trauergemeinde, an seiner statt Egoismus, Gleichgültigkeit, Missmut und Hass zu begraben. Der Sprecher weist darauf hin, daß im folgenden Jahr (1949) die menschliche Vernunft die unausweichlich scheinende Weltkatastrophe verhindern konnte.

3.41

81.41 – 85.22