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Sequenzprotokoll


Nr.
Inhalt
Länge
Zeit im Film

1

Vorspann. Im Laboratorium: Scholz möchte eine Versuchsreihe abbrechen und wird von seinem Kollegen Hüttenrauch zurechtgewiesen. Onkel Karl erinnert Scholz an den 60. Geburtstag seines Vaters.

2.56

0.00 – 2.56

2

Adolf Hitler verläßt die Villa des Geheimrats Mauch. Geselliges Beisammensein des Verwaltungsrats und Gespräch über Hitlers Funktion in ihren geschäftlichen Planungen.

2.31

2.56 – 5.27

3

Scholz und Begleiter geraten in einen Zusammenstoß von Nationalsozialisten und kommunistischer Gegendemonstration. Geburtstagsfeier für Vater Scholz. In der Villa Mauch: Oberst Schirrwind klärt die anwesenden Herren über Fall A (Aufrüstung) und Fall B (Krieg) auf. Schirrwind sucht die Nähe zu Mauchs Tochter, die ihn über die Bezeichnung „Rat der Götter“ für den Verwaltungsrat aufklärt. Mauch weist Direktor Tilgner an, bei den Expansionsplanungen im Weltmaßstab zu denken.

4.53

5.27 – 10.20

4

Bei der Geburtstagsgesellschaft für Wilhelm Scholz trifft ein großzügiges Präsentpaket des Geheimrats Mauch ein. Es kommt zum politischen Streitgespräch zwischen Onkel Karl und einem NSDAP-Anhänger. Geheimrat Mauch setzt Tilgner telefonisch davon in Kenntnis, daß Fall A beginnt.

3.02

10.20 – 13.22

5

Archivmaterial: Ausschnitt Hitler-Rede und Baubeginn an der Reichsautobahn. Ausschnitt Göring-Rede zur Wiederbewaffnung, Rüstungsindustrie, Militärparaden. Im Labor: Hüttenrauch macht Scholz mit Direktor von Decken bekannt. Scholz beklagt die mangelnde Information über das Endprodukt seine Hydrazin-Forschung. Gespräch Hüttenrauch und von Decken über Scholz und dessen politische Zuverlässigkeit.

3.55

13.22 – 16.17

6

Onkel Karl und andere Fabrikarbeiter sprechen über die Verdeckungsmaßnahmen der Fabrikleitung. In der Fabrik findet nach der Entdeckung regimefeindlicher Flugblätter eine polizeiliche Durchsuchung statt, bei der Karl verhaftet wird. Käthchen teilt Scholz mit, Karl sei vom Gefängnis ins Krankenhaus verbracht worden, und berichtet von der Verhaftungswelle gegen ehemalige SPD- und Gewerkschaftsfunktionäre. Scholz besucht Karl im Krankenhaus: Karl fordert von Scholz politisches Aufwachen und weist ihn auf die allgegenwärtige Aufrüstung hin.

3.49

16.17 – 20.06

7

Edith Scholz und Tilgner bei der Fahrt im Motorboot: Tilgner berichtet von seiner Balkanfahrt (vgl. Sequenz 3). Mauch bietet Scholz die Übernahme einer Abteilung an: synthetische Farbstoffe, Sprengstoffe oder Lostgase. Scholz interessiert sich für langsam verbrennende Raketentreibstoffe und entscheidet sich für die Sprengstoffabteilung. Scholz läßt sich in seinem Firmenwagen nach hause chauffieren; ein Trupp Hitlerjungen bringt Dieter ins Haus, der beim Gepäckmarsch zusammengebrochen ist. Scholz streitet mit seiner Frau über Dieters Mitgliedschaft in der HJ („Lächerliche Kriegsspielerei!“).

3.57

20.06 – 24.03

8

Mauch im Gespräch mit General Schirrwind über das Nahen von Fall B. Verhandlung deutscher mit amerikanischer Delegation in New York: Tilgner trifft im Ernvernehmen mit Lawson ein für beide Seiten befriedigendes Abkommen. Geselliges Beisammensein der Deutschen und Amerikaner in der Villa Mauch: Lawson und Mauch teilen die Welt in zwei Einflußzonen nach synthetischem Benzin und Erdöl untereinander auf und vereinbaren einen Fortgang der Geschäfte auch im Falle eines Krieges. Vertragsunterzeichnung. Lawson gibt ein Versprechen für die Unversehrtheit der Fabrikanlagen bei Luftangriffen ab.

8.11

24.03 – 32.14

9

Gespräche der Widerstandsgruppe um Karl in der Fabrik. Schirrwind und die Familie Mauch erfahren in der Villa Mauch vom Kriegsausbruch. Archivmaterial vom Krieg in Polen. Karl kommentiert auf der Straße die Siegesmeldungen über den Rundfunk in defätistischer Weise.

3.43

32.14 – 35.57

10

Tilgner wickelt in seinem Büro Geschäfte ab. Bei einer Werksbesichtung kommt es zu einem Zwischenfall, den Scholz gemeinsam mit den Arbeitern noch rechtzeitig beheben kann. Hüttenrauch und von Decken zitieren Scholz als Zeuge zu den Tierexperimenten mit Hydrazinderivaten. Daheim wird Scholz von Dieter darauf angesprochen, sein Werk helfe bei der Beseitigung der „Juden und Untermenschen in den Konzentrationslagern“.

6.48

35.57 – 42.45

11

Bei einem Gang durch die Giftgasabteilung des Werkes entdeckt Scholz Zyklon-Kanister für Auschwitz. Seinen Sohn ermahnt er, dieser solle keine Gerüchte weitertragen. Onkel Karl weist auf Scholz auf einen geheimen Widerstandssender hin. Nachdem er eine Sendung mitgehört hat, zertrümmert Scholz seinen Funkempfänger.

4.16

42.45 – 47.01

12

Archivmaterial: Rückzug in Russland, verbrannte Erde. Geselliges Beisammensein bei General Schirrwind. Mauch äussert seine Unzufriedenheit über die andauernden Absetzbewegungen der Wehrmacht. Tilgner wird angewiesen, mit Standard Oil für den Fall der deutschen Niederlage Fühlung zu nehmen. Geschäftsreise Tilgners nach Genf und Verhandlungen mit Lawson über die Möglichkeit eines gemeinsamen Vorgehens gegen die Russen.

5.53

47.01 – 52.54

13

Archivmaterial: Deutscher Rückzug, Flucht aus den deutschen Ostgebieten. Evakuierung der Villa Mauch mit Hilfe von Wehrmachtssoldaten. Tilgner besichtigt vom fahrenden Wagen aus die Fabrikanlagen, die den zurückliegenden Luftangriff unbeschadet überstanden haben. Als Edith ihrer ausgebombten Mutter helfen will, hält Tilgner sie zurück. Mauch trägt Scholz nachdrücklich die Leitung des B-Werkes an.

3.55

52.54 – 56.49

14

Archivmaterial: Einnahme Berlins durch die Russen. Schirrwind und Mauch erfahren in Mauchs Enklave von der deutschen Kapitulation, Mauch tobt: „Millionen haben wir investiert!“ Onkel Scholz besucht das Werk und findet Scholz im Kreise seiner Mitarbeiter bei den Vorbereitungen, das Werk im Auftrag der Amerikaner wieder in Betrieb zu nehmen. Edith besucht ihre Schwägerin, die sich vor einer möglichen Strafverfolgung durch die Alliierten fürchtet.

6.29

56.49 – 63.18

15

Tilgner sucht Scholz in dessen Büro auf, um ihn wegen der ungenehmigten Umstellung des Betriebes auf Friedensprodukte zu rügen. Kurz darauf wird er von den Amerikanern verhaftet. Im Untersuchungsgefängnis werden Tilgner und von Decken recht angenehm verwahrt. Ein amerikanischer Offizier überreicht dem bettlägrigen Mauch die Anklageschrift. Archivmaterial: Aufnahmen aus Auschwitz.

3.30

63.18 – 66.48

16

Gerichtssitzung in Nürnberg: Befragung von Deckens, der angibt, die Giftgasproduktion sei auf Befehl Direktor Mauchs aufgenommen wurden. Mauch gibt an, Schirrwind habe den Auftrag dafür erteilt. Schirrwind streitet die Verantwortung ab. Scholz nimmt im Zeugenstand die Verantwortung für sein Schweigen auf sich und klagt die Direktion für den Mißbrauch seiner Forschungsarbeit an, was Aufruhr im Gerichtssaal nach sich zieht. Lawson setzt den Anklagevertreter Wood unter Druck.

8.57

66.48 – 75.45

17

Mrs. Lawson besucht Tilgner im Untersuchungsgefängnis. Tilgner droht damit, seine Geschäftsbeziehungen offen zu legen. Der neue Anklagevertreter Howard lädt Tilgner vor, und sie erzielen eine Einigung.

4.17

75.45 – 80.02

18

Nach seiner Rückkehr aus Nürnberg wird Scholz von Karl und seiner Familie für sein Auftreten gratuliert. Der soeben aus der Haft entlassene Mauch, Lawson und die Damen beim Kartenspiel. Scholz gibt seiner Frau bekannt, seine Arbeit im Werk niederlegen zu wollen. Besichtigung der wieder in Betrieb genommenen Fabrik durch Scholz. Im Labor weist er Dieter darauf hin, daß in der Fabrik Kampfstoffe hergestellt werden. Dieter verschließt sich dem Appell seines Vaters, die Forschung zum Wohl der Menschheit einzusetzen. Scholz spricht bei Mauch und Lawson vor. Mauchs Angebot, die Leitung einer Abteilung zu übernehmen, schlägt Scholz aus.

6.30

80.02 – 86.32

19

Scholz berichtet Onkel Karl von der Fortsetzung der Kriegs-Fabrikation. Eine Explosion erschüttert das Gebäude. Scholz, Onkel Karl und Käthchen eilen zum Werk. Scholz sucht in den brennenden Ruinen erfolglos nach Dieter. Die Polizei drängt die Menschen, die nach ihren Angehörigen suchen, vom Werksgelände.

5.21

86.32 – 91.53

20

In einer Pressekonferenz berichtet Tilgner den Journalisten von einer Etherwolkenexplosion und verweigert sich der Nachfrage Onkel Karls nach der Sprengstoffproduktion. Trümmerräumung auf dem Fabriksgelände. Lawson leitet Mauch an, der wartenden Menschenmenge mitzuteilen, daß die Werke im Falle von Unruhen demontiert würden.

3.41

91.53 – 95.34

21

Scholz wird auf das Gelände gelassen und spricht mit seinem schwerverletzten Sohn. Er teilt Onkel Karl mit, daß er mit Dieter anderswo neu anfangen möchte. Direktor Mauch fährt im offenen Wagen vor und hält eine Beileidsrede vor der Menschenmenge, die von Karl und Scholz unterbrochen wird. Mauch muß sich vor der aufgebrauchten Menge zurückziehen.

6.02

95.34 – 101.36

22

Mauch flüchtet sich vor dem Volkszorn in seine Villa. Lawson schlägt vor, mit Panzern und Tränengas gegen die Menge vorzugehen zu lassen. Vor der Villa drängen sich die Menschen. In Berlin findet eine Friedensdemonstration statt, in deren Reihen auch Scholz mitmarschiert.

2.17

101.36 – 103.53