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Der Ruf (1949)


Kurze Inhaltsangabe

In der Emigration in Kalifornien erhält Professor Mauthner den Ruf, als Philosophieprofessor an seine alte Universität Göttingen zurückzukehren. Seine amerikanischen Freunde raten ihm ab, aber er reist trotzdem mit seinen jüngeren Mitarbeitern über Paris zunächst nach Berlin. Dort trifft er seine geschiedene Frau, die ihm erzählt, dass ihr gemeinsamer Sohn in Kriegsgefangenschaft sei. Aus dem Gespräch zwischen dem jüdischen Professor und seiner nichtjüdischen Frau wird deutlich, dass sie, in der Hoffnung, damit den Sohn zu schützen, einen Nationalsozialisten geheiratet hat. Der Sohn ist nicht in Kriegsgefangenschaft, sondern Mitglied einer Gruppe junger Studenten, die unter Anführung des neiderfüllten, ehrgeizigen und nach wie vor der nationalsozialistischen Ideologie anhängenden Kollegen Fechner den zurückgekehrten Emigranten boykottieren und vertreiben wollen. Als Professor Mauthner in Göttingen seine Antrittsvorlesung hält, die, ausgehend von Plato, eine Antikriegsrede ist und sich mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzt, gibt es feindselige Reaktionen und, anläßlich eines Mauthner zu Ehren stattfindenden geselligen Abends, offen antisemitische Äußerungen. Der ohnehin kranke Professor stirbt an den Folgen der Aufregung über diese Vorgänge in dem Moment, in dem sein Sohn sich von der nationalsozialistischen Gruppe trennt und seine Frau zu ihm zurückfindet. Dem Trauerzug schließt sich auch einer der Fechner-Anhänger an.

Filmographie und Verleihinfos

Regie: Josef von Baky
Produktion: Objektiv-Film GmbH
Drehbuch: Fritz Kortner
Kamera: Werner Krien
Bauten: Fritz Maurischat
Musik: Georg Haentzschel
Uraufführung: 19. April 1949, Berlin
Darsteller:  
Fritz Kortner Professor Mauthner
Rosemarie Murphy Mary
Johanna Hofer Lina
Lina Carstens Emma
Michael Murphy Spencer
Ernst Schröder Walter
William Sinningen Elliot
Paul Hoffmann Fechner
Arno Assmann Kurt
Charles Regnier Bertram



Bezugsquelle:

Auf DVD wird der Film von WVG Medien vertrieben. Zudem besteht eine Sichtungsmöglichkeit in den Räumen des Filminstituts Hannover.