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Sequenzprotokoll


Nr.
Inhalt
Länge
Zeit im Film

1

Vorspann. Straßenszenen in Los Angeles. Der farbige Hausdiener Homer trifft im Haus von Professor Mauthner ein. In der Küche sind die Vorbereitungen für die Party im Gange. Emma schwärmt vom Deutschland der Kaiserzeit. Mauthners Assistenten Mary, Elliot und Spencer treffen ein. Hausmusik, Gespräche der Partygäste. Homer singt eine Arie.

9.40

0.00 – 9.40

2

Gespräch Mauthners mit einem Freund im Separé. Mauthner berichtet ihm von dem Ruf an die Universität Frankfurt und seine widerstreitenden Gefühle zur Frage seiner Rückkehr nach Deutschland.

4.29

9.40 - 14.09

3

Während das Schreiben in geselliger Runde verlesen wird, redet Mauthners Freund Mary zu, Mauthner umzustimmen. Mauthner versucht, die Party wiederzubeleben. In der Küche teilt Mary der aufgeregten Emma ihre Einschätzung mit, dass Mauther die Entscheidung zur Rückkehr bereits gefällt hat. Unter den Partygästen kommt es zum Streitgespräch über das Wesen der Deutschen („Menschenfresser“). Mauthner ergreift Partei für die Deutschen, die den Massenmord nicht verhindert haben. Morgens: Emma bringt Kaffee und fragt in die Runde, ob sie ein Menschenfresser sei.

6.25

14.09 – 20.34

4

Überfahrt. Gespräch Mauthners mit einem deutsch sprechenden Mitreisenden. Mary sorgt sich um ihn. Gespräch Mauthners mit Elliot und Spencer, die auf Deutschland gespannt sind. Gespräch Mary und Emma in der Kabine: Mary erfährt, daß Mauthner die ganzen Jahre über Päckchen nach Deutschland geschickt hat, die wohl an eine Frau gerichtet waren. Nächtliches Gespräch Emma und Mary, da Mary nicht schlafen kann.

4.18

20.34 – 24.52

5

Ankunft in Europa und Zugfahrt durch Frankreich. Mauthner teilt der Gruppe seinen Entschluss mit, von Paris aus gleich weiterzufahren. Trennung von der Gruppe im Pariser Bahnhof. Mauthner setzt alleine die Reise fort.

3.16

24.52 – 28.08

6

Berlin. Vorbeimarsch amerikanischer Infanteristen und Kavallerie. Zufallsbegegnung Mauthners mit einem zudringlichen alten Bekannten (Fechner), den Mauthner zunächst nicht wiedererkennt. Ein amerikanischer Beamter teilt Fechner mit, daß Mauthner an seiner Stelle die erhoffte Professur erhält. Mauthner besucht alte Bekannte, denen er die eigentlich für Lina gedachten Päckchen zugestellt hatte. Sie können ihm bei der Suche nach Lina nicht weiterhelfen.

5.14

28.08 – 33.22

7

Behördengänge Mauthners auf der Suche nach Lina. Begegnung mit einem Schwarzmarkthändler. In einer Kneipe trifft er schließlich Lina, die ihm mitteilt, ihr gemeinsamer Sohn befände sich noch in Kriegsgefangenschaft. Sie bricht das Gespräch ab, teilt ihm aber ihre Adresse mit. Mauthner trifft noch vor ihr an ihrer Wohnung ein und fängt sie vor der Haustür ab. Da sie die Wohnung mit anderen teilt, schlägt Mauthner vor, das Gespräch in einem Schieberlokal fortzusetzen, von dessen Existenz er durch Fechner erfahren hatte.

8.58

33.22 – 41.20

8

Im Schieberlokal. Unter den Gästen sind auch Fechner und seine Ehefrau. Fechner beschwert sich bei einem Amerikaner über Mauthner, der ihm die Professur weggeschnappt habe. Lina und Mauthner treffen ein und setzen ihr Gespräch über den Sohn fort, dem Lina Mauthners Vaterschaft verschwiegen hat. Fechner erkennt Mauthner und verabschiedet sich höflich von ihm. Lina und Mauthner geraten in einen heftigen Streit, in dem sich persönliche und politisch-weltanschauliche Gegensätze vermischen.

8.50

41.20 – 50.10

9

Am nächsten Morgen: Lina stattet Mauthner einen Versöhnungsbesuch ab. Unverhofft treffen Emma und Mary in der Wohnung ein, Mauthner stellt ihnen seine Ex-Frau vor.

4.20

50.10 – 54.30

10

Tanzabend in einer Berliner Studentenkneipe: Elliot und Spencer machen die Bekanntschaft deutscher Studenten.

3.39

54.30 – 58.09

11

Zugfahrt Berlin nach Frankfurt. Mary sorgt sich um Mauthner, der von zwei jungen Männern aufdringlich beobachtet wird. Einer von ihnen ist Walter. Am Bahnhof erwarten der Hochschuldekan und Fechner die Ankunft des Zuges: Der Dekan begrüßt Mauthner, Fechner die beiden jungen Männer.

3.27

58.09 – 61.36

12

Antrittsrede Mauthners vor großem Plenum: Rückgriff auf Platon, Ablehnung des Krieges. Bei Ende des Vortrags verläßt die überwiegende Mehrheit der Zuhörer schweigend den Saal, eine Minderheit applaudiert begeistert. Mary macht Walters Bekanntschaft. Fechner beschwert sich bei Walter über das Ausbleiben des geplanten lautstarken Protestes gegen Mauthner.

7.53

61.36 – 69.29

13

Besprechung der Antrittsrede im Kollegium: Ein Empfangsabend für Mauthner wird angekündigt. Im Gespräch mit einem Kumpan stellt sich Walter als Linas Sohn heraus. Emma und Mauthner am Mittagstisch. Vor dem Bierkeller: Walter und Mary küssen einander.

5.17

69.29 – 74.46

14

Empfangsabend im Bierkeller. Fechner spielt sich vor seinen Studenten auf und erntet Beifall für antisemitische Entgleisungen. Ein Anhänger Mauthners mischt sich ein, woraufhin es zu Handgreiflichkeiten und zur Saalschlacht kommt. Mauthner kann durch sein persönliches Auftreten die Ausschreitungen beenden, sieht sich aber ganz offen mit dem Haß seiner Gegner konfrontiert.

7.31

74.46 – 82.17

15

Lina liest in der Zeitung von den Vorfällen in Frankfurt und von der Verstrickung ihres Sohnes. Konspiratives Treffen der Antisemiten im Bierkeller: Wegen der Suspendierung Fechners werden weitere Schritte gegen Mauthner geplant und Walter angestiftet, seinen Kontakt zu Mary auszunutzen, um in die Nähe Mauthners zu gelangen.

3.12

82.17 – 85.29

16

Walter sucht Mary auf, um mit ihrer Hilfe ein Treffen mit Mauthner zu arrangieren. Lina sucht Walther auf, kann ihm jedoch nicht die Wahrheit über seinen Vater sagen, da Fechner gerade bei ihm ist. Aztbesuch bei Mauthner, den seine körperliche Schwäche ans Bett fesselt. Diskussion mit Emma, die eine baldige Abreise befürwortet.

6.11

85.29 – 91.40

17

Lina erscheint an Mauthners Krankenbett. Mauther bittet sie zu bleiben, sodaß Lina dem geplanten Treffen mit Walter fortbleiben muß.

4.13

91.40 – 95.53

18

Emma lässt Walter ein. Ohne seine Mutter zu bemerken, tritt er an das Bett Mauthners und bittet diesen um Entschuldigung. Der vor sich hindämmernde Mauthner nimmt aber seine Umwelt kaum noch wahr. Eine Montage veranschaulicht Gedanken und Erinnerungsfetzen des sterbenden Mauthner. Walter tröstet seine Mutter am Totenbett des Vaters.

4.49

95.53 – 100.42

19

Einer aus Fechners Gruppe schließt sich dem Trauerzug für Mauthner an.

0.48

100.42 – 101.30