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Materialien zum Film


Hinweise zu den Materialien


Das Exposé erlaubt es Schüler/Innen, die Unterschiede zwischen ursprünglichem Vorhaben und realisertem Film selbständig herauszuarbeiten. Die Veränderung der dramaturgischen Struktur und der geänderte Filmschluss werden offenbar und können in die Interpretation des Films einbezogen werden.

Die Materialien zur Vorgeschichte verweisen auf die politischen und materiellen (ökonomischen) Schwierigkeiten, die in der unmittelbaren Nachkriegszeit mit einem derartigen Filmprojekt verbunden waren. Sie ergänzen das Exposé. Die Materialien offenbaren, dass das Projekt in den Westzonen abgelehnt worden war und Staudte den Film bei der DEFA realisieren musste/konnte. Sie geben ferner die Begründung für die Aufforderung, den Schluss zu ändern, wieder.  Diese beiden Kleinanzeigen werfen zudem ein Licht auf die unterschiedlichen Voraussetzungen für die Neuproduktion eines Spielfilms im Nachkriegsdeutschland - Geld- bzw. Ausrüstungsmangel bestimmten die Arbeit wesentlich - und damit auf die Produktionsbedingungen allgemein.

Der Bericht über die Dreharbeiten konkretisiert diesen Einblick in die zeitbedingten Produktionsprobleme und zeigt auf, welche Hoffnungen mit dieser ersten deutschen Spielfilmproduktion verbunden wurden.

Die Aussagen von Wolfgang Staudte geben Auskunft über seine Intentionen. Die Gegenüberstellung der Äußerungen aus den Jahren 1946 und 1974 erlauben, die Frage nach den Einflüssen der Diskussionen des jeweiligen zeitgeschichtlichen Kontext auf die Fragen und Antworten/ Einschätzungen zu stellen. Was unterscheidet die Antworten von Staudte? Inwieweit muss er sich rechtfertigen?

Der kurze Exkurs über den filmischen Expressionismus in Deutschland soll es Schülern/Innen ermöglichen, die Frage der Anknüpfung an vorhandene filmische Traditionen und deren Bedeutung zu reflektieren.

Der Protokollauszug "zur Sicherheitslage im besetzten Polen" soll dazu dienen, bei der Auseinandersetzung mit den dargestellten Ereignissen einen Bezug zwischen der im Film dargestellten Erschießungsaktion zum realen historischen Hintergrund zu liefern.