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Und über uns der Himmel (1947)


Kurze Inhaltsangabe 

Der ehemalige Kranführer Hans Richter kehrt nach dem Zweiten Weltkrieg unversehrt ins zerstörte Berlin heim. In dem beschädigten Haus, in dem er vor dem Krieg gewohnt hat, trifft er neben einigen alten Nachbarn auch Edith Schröder, Kriegerwitwe eines Studienrates, und deren kleine Tochter Helga.

Hans Richter beginnt optimistisch mit der Wiederherstellung seiner Wohnung, hilft Edith und deren Tochter. Die Heimkehr seines Sohnes Werner erwartend, versucht er durch verschiedene Geschäfte einen gewissen Wohlstand zu erwerben. Dabei kommt Hans mit dem Schwarzmarkt in Berührung und wird selbst zum Schieber.

Werner kommt schließlich zurück, ist jedoch aufgrund einer Kriegsverletzung vorübergehend erblindet. Nachdem er seine Sehkraft zurückerlangt hat, sieht und beurteilt er seine Umwelt - Trümmer, Kriegsversehrte, mühsame Aufbauversuche und Elend auf der einen Seite, Überfluss, Dekadenz und Völlerei in den Schieberlokalen auf der anderen Seite. Er überwirft sich mit seinem Vater, will diesem beweisen, dass es auch ehrlich geht und nimmt die Arbeit als Kranführer auf. Hans Richter wird durch die moralischen Vorstellungen seines Sohnes verunsichert, bricht aber zunächst noch nicht völlig mit der Schiebergesellschaft. Als er jedoch aufgrund eines Missverständnisses meint, sein Sohn Werner würde ebenfalls "abrutschen", besinnt sich Hans: Er überwältigt die Schieberclique, die anschließend von der Polizei verhaftet wird.

Nachdem Hans vom Irrweg der Schwarzmarktgeschäfte zu seiner Arbeit als Kranführer zurückgefunden hat, kann er mit Werner, Edith und deren Tochter einer harmonischen Zukunft entgegensehen.


Filmographie und Verleihinfos

Produktion: Objectiv-Film GmbH, Berlin (Amerikan. Lizenz)
Produktionsleitung: Richard König
Erstverleih: Schorcht-Filmgesellschaft mbH (West-Berlin, München, Frankfurt a. M., Düsseldorf, Hamburg)
Buch: Gerhard Grindel
Regie: Josef von Baky
Regieassistenz und Schnitt: Wolfgang Becker
Kamera: Werner Krien
Bauten: Emil Hasler, Walter Kutz
Ton: Gustav Bellers
Musik: Theo Mackeben
Länge: 104 Minuten (2810 Meter)
Uraufführung: 9. 12. 1947, "Neue Scala" West-Berlin
Zensurdatum: November 1947 (Alliierte Militärzensur)

Darsteller:  
Hans Albers Hans Richter
Lotte Koch Edith Schröder
Paul Edwin Roth Werner Richter
Annemarie Haase Frau Burghardt
Heidi Scharf Mizzi Burghardt
Herbert Staskiewicz Walter
Ralph Lothar Fritz
Otto Gebühr Studienrat Heise
Elsa Wagner Frau Heise
Ursula Barlen Frau Roland
Ludwig Linkmann Georg
Hellmuth Helsig Harry
in weiteren Rollen:
Reinhold Bernt
Erwin Biegel
Erich Dunskus
Karl Hannemann
Marianne Lutz
Alfred Maack
Richard Miersch
Gustav Püttjer
Walter Strasen
u. a.
 

Bezugsquelle:

Auf DVD wird der Film von der AVU-Video-Vertriebs-GmbH vertrieben. Zudem besteht eine Sichtungsmöglichkeit in den Räumen des Filminstituts Hannover.