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Filme in der historischen Bildungsarbeit


Filme zeigen eine gestaltete Abbildung dessen, was sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Blickwinkel der Kamera befunden hat. Die Ereignisse, Vorgänge etc. können dann später - auch wenn sie längst Geschichte sind - in ihrer gefilmten Darstellung betrachtet und als Quellen ihrer Entstehungszeit befragt werden.

Was hierbei zu beachten ist und worin der besondere Wert liegen kann, dazu gibt es die Hinweise zur Arbeit mit filmischen Quellen.

Wenn es um die Vermittlung von Geschichtskenntnissen mit dem Medium Film geht, dann haben dokumentarische Geschichtsdarstellungen eine besondere Bedeutung. Ihre Relevanz wird bis heute vor allem darin gesehen, dass sie lebendiger, anschaulicher und damit vielfach interessanter sind als schriftliche Darstellungen, andererseits wirklichkeitsnäher und seriöser als Spielfilme. In dem Text " Fragen zur Arbeit mit dokumentarischen Geschichtsdarstellungen" werden Hinweise zur Problematisierung und Reflektion dieser Filme gegeben.

Wenn vor der Kamera Vergangenes nachgestellt wird, so ist das Ergebnis eine historische Darstellung. Im Bereich des Spielfilms spricht man - besonders bei der Inszenierung weit zurückliegender Ereignisse - von einem Historienfilm, etwa SPARTACUS (Regie: Kubrick, 1960) oder GLADIATOR (Regie: Scott, 2000). Den filmisch inszenierten Blick zurück gibt es aber auch in der Zeitgeschichte, etwa in DER UNTERTAN (Regie: Staudte, 1951) oder in SCHINDLERS LISTE (Regie: Spielberg, 1993). Hinweise zur Arbeit mit der rückblickenden Inszenierung gibt es in Vom Wert und Unwert des Historienfilms.