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Zum Film und seiner Überlieferung

Georg Ludwig Friedrich Laves ist der einzige Film über den bekannten Architekten des 19. Jahrhunderts, dessen Hauptwirkungsort in Hannover liegt. Anlässlich des 200. Geburtstages von Laves im Jahr 1988 wurde der Film von der hannoverschen Filmfirma Cineteam hergestellt. Auftraggeber war das damalige Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (heute Wissenschaft und Kultur) unter dem damaligen Minister Dr. Cassens. Der bekannte Kunsthistoriker und Lavesforschers Prof. Georg Hoeltje (1906-1996) hat an der Produktion beratend mitgewirkt und tritt im Film auch  kommentierend in Erscheinung.

Die Uraufführung des Films fand im Niedersächsischen Landtag im Oktober 1988 statt. Anschließend wurde der Film in der Laves-Ausstellung im Forum des Landesmuseum an der Marktkirche gezeigt, außerdem erhielten die damalige Landesmedienstelle und der Landesfilmdienst Vorführkopien für die Bildungsarbeit.

Ein Viertel-Jahrhundert später ist der Film nur noch wenigen bekannt, und das 16mm-Filmformat ist in der Bildungs- und Kulturarbeit bis auf einige Liebhaber nicht mehr in Gebrauch. Im Jahr 2014 jährt sich nun der 150. Todestag von Laves. Im gleichen Jahr finden in Herrenhausen / Hannover umfangreiche Feierlichkeiten anlässlich des 300. Jahrestages der Personalunion des Kurfürstentums Hannover mit dem Königreich Großbritannien statt, unter anderem in dem nach Laves‘ Plänen wieder errichteten Schloss. Aus diesen Gründen hat sich die Gesellschaft für Filmstudien e.V. entschlossen, den ursprünglichen 16mm-Film auf DVD neu herauszugeben. Eine gut erhaltene 16mm-Lichttonkopie bildete die Grundlage für eine HD-Abtastung und die anschließende DVD-Produktion.

Dr. Peter Stettner