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Menschen am Sonntag (1961)

 

Kurzbeschreibung

Horst Latzkes Film, dessen Titel den berühmten semi-dokumentarischen Berlinfilm „Menschen am Sonntag" (1929/30, Regie: Robert Siodmak) zitiert, verbindet eine assoziative Erzählweise mit technischem Können und dramaturgischem Geschick und hebt sich auf diese Weise spürbar vom gewöhnlichen Stadtportrait ab. Dass der Originalton verschollen ist, muss als besonders bedauerlich betrachtet werden, da ursprünglich wahrscheinlich (neben den wiederkehrenden Personen) vor allem die musikalischen Motive den Zuschauer durch den Film leiteten. Die 2007 angefertigte Neuvertonung (siehe auch Entstehung und Bearbeitung des Films) beabsichtigt, diesem Erzählkonzept Rechnung zu tragen. Mit großer Leichtigkeit verdichtet der Film Schauplätze und Personen, Momentbeobachtungen und Alltägliches zu einer atmosphärischen Gesamtkomposition, die unter den Hannover-Filmen eine Sonderstellung einnimmt.

 

Filmographische Angaben

Produktion:
Graf v. Bethusy-Huc
Regie: Horst Latzke
Kamera: Erhardt Meyer-Sewering
Musik: Wolfgang Zettl (2007)
Länge: 15 Minuten

 

 

Bezugsquelle

Der Film kann auf DVD erworben werden. Für die Bildungsarbeit in Niedersachsen ist er zudem über das Portal Merlin des NLQ verfügbar und kann hier abgerufen werden.