Menschen am Sonntag
Kurzbeschreibung
Horst Latzkes Film, dessen Titel den berühmten semi-dokumentarischen Berlinfilm „Menschen am Sonntag" (1929/30, Regie: Robert Siodmak) zitiert, verbindet eine assoziative Erzählweise mit technischem Können und dramaturgischem Geschick und hebt sich auf diese Weise spürbar vom gewöhnlichen Stadtportrait ab. Dass der Originalton verschollen ist, muss als besonders bedauerlich betrachtet werden, da ursprünglich wahrscheinlich (neben den wiederkehrenden Personen) vor allem die musikalischen Motive den Zuschauer durch den Film leiteten. Die 2007 angefertigte Neuvertonung (siehe auch „ Entstehung und Bearbeitung des Films" mit hinterlegtem Link) beabsichtigt, diesem Erzählkonzept Rechnung zu tragen. Mit großer Leichtigkeit verdichtet der Film Schauplätze und Personen, Momentbeobachtungen und Alltägliches zu einer atmosphärischen Gesamtkomposition, die unter den Hannover-Filmen eine Sonderstellung einnimmt.
Filmographische Angaben
Produktion: Graf v. Bethusy-Huc
Regie: Horst Latzke
Kamera: Erhardt Meyer-Sewering
Musik: Wolfgang Zettl (2007)
Länge: 15 Minuten