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Deutschlandspiegel Nr. 225 (1973)

3. Sujet: Industriemesse in Hannover
Länge: 1 Min. 53 Sek. (Farbe)
Das Sujet beginnt mit einer Luftaufnahme des Messegeländes. In Begleitung von Pressevertretern macht Bundeswirtschaftsminister Hans Friederichs einen gemeinsamen Rundgang mit einer chinesischen Delegation. Verschiedene technische Neuheiten vor allem im Fahrzeug-Bereich werden gezeigt. Auch wird ein Streifzug durch die Sonderausstellung Die gute Industrieform 73 unternommen.
Sprecherkommentar: „Fast 500.000 Quadratmeter Standfläche – rund 5.500 Direktaussteller – und, als Bundeswirtschaftsminister Friedrich seinen Rundgang begann, zum ersten Mal mit einer offiziellen Delegation dabei: die Volksrepublik China. Immer wieder Daten der Superlative auf der Industriemesse Hannover – neun Tage lang Schaufenster der Welt. Selbst die Veranstalter registrierten mit Erstaunen, dass eine Steigerung noch immer möglich ist. Hannover bestätigte seine Bedeutung als weltweiter Absatz- und Beschaffungsmarkt – und als internationaler Informationsplatz für viele Bereiche der Technik machte deutlich, dass es ein Ausruhen auf technisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht gibt. Eine Attraktion, die nicht zu kaufen ist: das Sicherheitsauto von VW. Der ESV-Experimental-Sicherheits-Volkswagen wird zunächst nur für Versuchszwecke gebaut. Auf der Sonderschau Die gute Industrieform 73 zeigte Hannover Industrieprodukte, die in Form, Funktionstüchtigkeit und Qualität Maßstäbe setzen. Den Betrachter in seiner kritischen Urteilsfähigkeit zu unterstützen, wird hier jedoch für wichtiger angesehen als ihm einen Katechismus für das gute Design an die Hand zu geben. Das Schaufenster der Welt zeigte sich zum letzten Mal als Universalmesse: In Zukunft wird Hannover eine Messe für Investitionsgüter. Die Konsumgüter ziehen vom nächsten Jahr an eine eigene Fachmesser in der Stadt an der Leine auf.

 

Das Sujet kann einschließlich einer Bildergalerie und zusätzlicher Informationen von der Datenbank des Wochenschau-Archivs abgerufen werden.