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Bergen-Belsen zum Beispiel


„Bergen-Belsen zum Beispiel“ ist ein Dokumentarfilm von Jürgen Corleis, der hauptsächlich britisches Filmmaterial von der Befreiung des Lagers Bergen-Belsen und den Wochen danach durch spätere Interviews mit Überlebenden sowie einem britischen Soldaten und einem jüdischen Kameramann ergänzt.

Hintergrundinformationen zum KZ Bergen-Belsen und der heutigen Gedenkstätte erhalten Sie unter: http://www.bergen-belsen.de/

Filmographische Angaben:

Bergen-Belsen zum Beispiel (Deutschland 1985)

Regie: Jürgen Corleis
Produziert durch: Chronos-Film, Berlin;
Southern Cross Television Productions Pty. Ltd., Sydney
Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung, Hannover
Im Auftrag des Norddeutschen und des Hessischen Rundfunks
Redaktion: Wilfried Wiedemann und Peter Wien
Kamera: Keith Bushnell
Schnitt: Gisela Bienert

Laufzeit: 45 Minuten.

Bezugsquelle: Für die nicht-gewerbliche Nutzung kann eine 1995 herausgegebene Kurzfassung des Films (23 Minuten) als VHS-Kassette beim Medienverleih des Medienzentrum der Region Hannover (MZRH) ausgeliehen werden. Die Bestellnummer des Films lautet 4253938. Zur Freitextsuche im Online-Medienkatalog des MZRH gelangen Sie hier.


Sequenzprotokoll:


Das Sequenzprotokoll basiert auf der 45-minütigen Originalfassung des Films.

Nr.

Inhalt

Länge

Zeit

01.

Archivmaterial: Das Stadtschild von Belsen ist zu sehen, dann Aufnahmen von der Befreiung des Lagers am 15. April 1945.
Eine Deutschlandkarte veranschaulicht die Lage des KZs.
Kamerafahrt aus der Vogelperspektive über das Lagerareal mit Titeleinblendung. Der Friedhof der sowjetischen Kriegsgefangenen ist zu sehen.

2.53

0.00 – 2.53

02.

Der ehemalige britische Soldat Arthur Bushnell berichtet von seiner Ankunft im Lager. Archivmaterial veranschaulicht den Waffenstillstand von Bergen-Belsen, die Bemühungen von deutschen und britischen Truppen zur Eingrenzung der grassierenden Seuchen und die Verhaftung des SS-Personals. Bushnell zeigt Fotos von der Befreiung. Aufnahmen der Leichenbeseitigung.

6.46

2.53 – 9.39

03.

Interview mit einem aus Holland stammenden Juden, der im Alter von 12 Jahren die Befreiung Bergen-Belsens erlebte. Ihm werden zeitgenössische Fotos gezeigt, auf denen er seinen Bruder wieder erkennt.

6.47

9.39 – 16.26

04.

Archiv-Material veranschaulicht, dass die Wehrmacht in der Nähe des KZs ein Lebensmittellager eingerichtet hatte.
Interview mit dem jüdischen Kameramann Mike Lewis, der für die britische Armee filmte. Seine Aufnahmen werden gezeigt: Alltagsszenen im befreiten Lager, Essensausgabe.

4.06

16.26 – 20.32

05.

In der nahe gelegenen Wehrmachtskaserne wurde ein Lazarett eingerichtet. Interview mit den Geschwistern Stern über ihre Erfahrungen in Bergen-Belsen, den Verlust ihrer Familien und die Emigration.

5.46

20.32 – 26.18

06.

Mike Lewis über seine Filmaufnahmen, die für die Nürnberger Prozesse verwendet wurden und die er seitdem nie wieder gesehen hat. Aufnahmen von Leichenräumung mittels Bulldozer.

3.03

26.18 – 29.21

07.

Das Schicksal der Befreiten aus Ost- und Westeuropa wird erläutert. Interview mit Israel Bronn und dessen Erfahrungen im Lager für displaced persons bei Hannover.

3.58

29.21 – 33.19

08.

Archivmaterial: Rede eines Priesters am 23. April 1945 vor einem Massengrab auf dem Lagergelände. Deutsche Bürger werden unter einer Lautsprecher-Ansprache zum Zuschauen angehalten, während ehemalige SS-Angehörige Leichen von Häftlingen in eine Grube schaffen. Vier SS-Männer, eine Aufseherin und der Lagerarzt nennen vor der Kamera Namen, Alter und Dienstgrad.
Aufnahmen vom Niederbrennen der Baracken im Mai 1945 und vom Belsen-Prozess in Lüneburg 1948.

8.23

33.19 – 41.42

09.

Das Schlusswort spricht ein ehemaliger jüdischer KZ-Häftling aus Holland.
Abspann.

2.27

41.42 – 44.09