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Übersicht Filmkritiken


Georg Seeßlen beantwortet in seiner Rezension die Frage, ob man „Kriminalfilme, Melodramen oder gar Komödien“ über den Holocaust drehen dürfte, mit einem eindeutigen „Ja“, und bewertet Benignis Märchen als gelungen.

Thomas Brussig, der „Das Leben ist schön“ als Gegenentwurf mit „Schindlers Liste“ vergleicht, fordert alle Deutschen auf, Benigni im Kino zu sehen, da er im Gegensatz zu Spielberg seine moralische Aussage mit Humor anreichere.

Auch nach Claudia Lenssens Beurteilung hat Benigni seinen „schwierigen Stoff“ gemeistert.

Als „bewegend und ergreifend komisch“, keineswegs jedoch als „groß“ bewertet H.G. Pflaum den Film, dessen entscheidende Schwäche er in der egozentrischen Selbstdarstellung Benignis sieht.

Peter Körte in der Frankfurter Rundschau hält „Das Leben ist schön“ für misslungen und den „finale(n) Sieg der Einbildungskraft über das Grauen“ für eine lediglich gut gemeinte Behauptung.

Mit „Spiel ohne Grenzen“ betitelte der Tagesspiegel seine Gegenüberstellung einer Positiv- und einer Negativ-Kritik zu „Das Leben ist schön“, von denen an dieser Stelle die Negativ-Kritik von Jan Schulz-Ojala zu lesen ist. Schulz-Ojala grenzt Benignis Film als verharmlosende Klamotte sowohl von Spielbergs „Schindlers Liste“ als auch von Mihaileanus „Zug des Lebens“ ab und greift Claude Lanzmanns Forderung gegen die Fiktionalisierung des Holocaust auf.