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Lang ist der Weg (1948)


Zum Inhalt des Films

1939 erleben Hanna und Jakob Jelin mit ihrem erwachsenen Sohn David in Warschau den deutschen Angriff auf Polen und die folgenden Repressionen bis zur Einweisung ins Ghetto. Als die Familie deportiert wird, gelingt David die Flucht. Seine Eltern kommen nach Auschwitz, wo Jakob den Tod findet. David schließt sich polnischen Partisanen an. Hanna erlebt das Kriegsende in Dachau. Während sie sich auf die Suche nach ihrem Sohn macht, verlässt David die Partisanengruppe, um seine Eltern ausfindig zu machen. Dabei trifft er auf die deutsche Jüdin Dora Berkowitz, die sich ihm auf seiner Suche anschließt. Die Spur, die David verfolgt, führt beide in das D.P.-Lager Landsberg, wo sie auf die Einwanderungserlaubnis nach Palästina warten. Hanne erleidet auf der zermürbenden Suche nach ihrem Sohn einen Nervenzusammenbruch und wird in ein Hospital eingeliefert. David, der die Hoffnung aufgegeben hat, seine Mutter wiederzusehen, arbeitet derweil im Lager als Mechaniker. Er und Dora heiraten. Über das Radio werden sie Zeuge einer Übertragung vom jüdischen Kongress, der die Liquidierung der Lager und die Öffnung Palästinas als neue Heimat fordert. Eines Tages erfährt David über eine Suchanzeige von seiner Mutter. Er besucht sie im Krankenhaus, wo sie ihn nach anfänglichen Schwierigkeiten wiedererkennt. David macht seiner Mutter Hoffnungen auf ein neues Leben in "unserem Land".


Filmographische Angaben

Lang ist der Weg
(Deutschland 1948)

Jiddischer Titel: Lang is der Veg
Produktion: Internationale Filmorganisaton (Jidische Film Organisazie / Jewish Film Organisation) GmbH München
Produktionsleitung: Abraham Weinstein
Regie: Herbert B. Fredersdorf und Marek Goldstein
Drehbuch: Karl Georg Külb und Israel Becker
Kamera: Franz Koch und Jakub Jonilowicz
Schnitt: Herbert B. Fredersdorf
Musik: Lothar Brühne
Ton: Hans Wunschel
Bauten: Carl Ludwig Kirmse
Darsteller:
Israel Becker (David Jelin)
Bettina Moissi (Dora Berkowitz)
Berta Litwina (Hanna Jelin)
Jakob Fischer (Jakob Jelin)
Otto Wernicke (Chefarzt)

Laufzeit: 69 Minuten.

Deutscher Kinostart: Juni 1948 in München, 1. September 1948 in Westberlin.

Verleihinformation:

Ehemals Verleih durch den Norddeutschen Filmverleih Adolf Bejöhr und die A.E. Dietz-Filmverleih GmbH, München / Frankfurt am Main / Berlin/West.

Bezugsquelle:

Für die nicht gewerbliche Nutzung steht eine Verleihkopie des Films beim Bundesarchiv-Filmarchiv zur Verfügung. Ausserdem besteht eine Sichtungsmöglichkeit in den Räumen des Filminstituts Hannover.