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Sequenzprotokoll

Nr.

Inhalt

Länge

Zeit

01.

Die Familie Jelin erlebt den deutschen Überfall auf Polen.
Vorspann.
Zwei Texttafeln verweisen auf die Wirklichkeit der Vertriebenen in den D.P.-Lagern.
Von einem Sprecher kommentiertes Archiv-Filmmaterial aus Warschau: Sorglosigkeit an einem Spätsommertag. Kriegsausbruch: Ein Stuka-Kommando bombardiert Warschau.
Polnische Soldaten gehen in Kriegsgefangenschaft, deutsche Truppen ziehen in Warschau ein. Die Montage verdeutlicht, wie Rassengesetze gegen die polnischen Juden erlassen werden.
Beginn der Spielfilmhandlung: Das ältere Ehepaar Hanna und Jakob Jelin in ihrer Wohnung. Ihr Sohn David kommt herein und bringt die Nachricht von der bevorstehenden Ghettoisierung der Warschauer Juden. Sabbatgebet am Tisch.
Der Sprecher kommentiert, während ein Judenstern auf einen Stadtplan von Warschau gemalt wird. Man sieht die jüdischen Einwohner, auch Familie Jelin, ihre Habseligkeiten auf Karren verladen.

9.06

0.00 – 9.06

02.

Gettoisierung, Deportation und Davids Flucht vom Transport.
Der Sprecher rekapituliert die Leiden des Warschauer Juden im Ghetto ab 1941: „Tod durch Hunger – Tod durch Misshandlung – Tod durch Typhus“ Deportationszüge werden gezeigt.
Juden im Zugwaggon. David kann die Holzverkleidung aufbrechen und aus dem fahrenden Zug springen.
Davids Eltern sind im anderen Waggon zu sehen: Hanna hilft einer jungen Frau, die in den Wehen liegt.
David im Wald: Er begegnet einem Bauernpaar mit Fuhrwerk und bittet um Hilfe. Der Bauer versucht ihn zu packen, und kündigt an, als David flieht, ihn der deutschen Kommandantur zu melden.
David erreicht ein Bauerngehöft, wo er einem anderen Bauern begegnet und von diesem aufgenommen und mit Essen und Trinken versorgt wird.
In einer kurzen Szene sieht man den ersten Bauern die Ortskommandantur aufsuchen.

9.49

9.06 – 18.55

03.

David schließt sich den polnischen Partisanen an.
Nachts: Der Bauer, bei dem David Unterschlupf gefunden hat, bringt ihn über einen Feldweg zu einem Wald, in dem sich eine Partisanengruppe versteckt hält. Unterwegs versteckt David sich von einer deutschen Patrouille, der Bauer wird befragt, verrät David aber nicht. Nach Verschwinden der Deutschen trennen sich der Bauer und David am Waldrand.
Selektion in Auschwitz: Hanna wird zu den Arbeitsfähigen, Jakob dagegen ins Gas geschickt. Der Schornstein des Krematoriums ist zu sehen.
Partisanengruppe im Wald, Davis hat an der nächtlichen Bahnstrecke eine erste Mission zu erfüllen.

6.13

18.55 – 25.08

04.

Im KZ, Kriegsverlauf und Kriegsende.
Der Sprecher über die Konzentrationslager: „Die Lebenden beneiden die Toten.“
Gespräch in einer Frauenbaracke, Hanna denkt an ihren verlorenen Sohn.
Der Sprecher: „Monate vergingen, Jahre vergingen.“
Nächtliches Gespräch zweier KZ-Häftlinge, die von der Freiheit träumen.
Der Kriegsverlauf, die –wende und die deutsche Niederlage werden geschildert. Hanna ist auf einem Todesmarsch zu sehen, dann die Entwaffnung von Wehrmachtssoldaten und die Speisung ehemaliger KZ-Häftlinge: „Die Befreiung, der Traum so viele Nächte, war Wirklichkeit geworden.“
Über die Rückführung der Verschleppten: „Halb Europa war auf dem Weg nach Hause.“
David bei den Partisanen: Er entscheidet sich, seine Familie zu suchen. In Warschau sucht er die ehemalige elterliche Wohnung auf, wo sich eine polnische Festgemeinschaft häuslich eingerichtet hat. Nachdem er sich mit dem betrunkenen neuen Besitzer unterhalten hat, verlässt David die Wohnung.

11.57

25.08 – 37.05

05.

Auf der Suche nach seinen Eltern lernt David Dora kennen.
Begegnung Davids mit Dora Berkowitz. Sie setzen ihren Weg gemeinsam fort. Sie schläft an seiner Schulter ein und erwacht nachts aus einem Alptraum.
Jüdisches Komitee in Warschau: Dora und David versuchen, den Verbleib von Davids Familie zu ermitteln. David erfährt, dass sein Vater in Auschwitz vergast wurde, und entschließt sich, seine nach Dachau deportierte Mutter in Deutschland ausfindig zu machen. Dora, die niemanden mehr hat, schließt sich ihm an.
David und Dora in einem Zugwaggon, in dem sich auch vertriebene Deutsche befinden. Einen polnischen Juden, der sich über die Vertreibungen freut, warnt David: „Vom Hass kommen wir nicht mehr weg.“
Hanna wird an ihrer ehemaligen Wohnung brüsk abgewiesen. Ein ehemaliger Nachbar erkennt sie und teilt ihr mit, dass David am Leben ist.
D.P. Camp Landsberg: Der Sprecher stellt die Parallelen zu den Nazi-Lagern heraus. David und Dora kommen in einer Gruppe an und werden von einem US-Soldaten in die Baracken gewiesen. David will die Suche nach Hanna fortsetzen.

12.07

37.05 – 49.12

06.

Hanna und David suchen einander erfolglos.
David und Hanna bei den zuständigen Such-Komitees. Montage: die Suche, Einblendungen: D.P. Lager Pocking, D.P. Lager Eschwege, D.P. Camp Landsberg, D.P. Camp Feldafing. Vergleich der Bürokratie mit den Nazi-Selektionen in Auschwitz.
Hanna liegt traumatisiert im Hospital und wird von einem Arzt untersucht.

3.43

49.12 – 52.55

07.

David und Dora heiraten, Traum von einer neuen Heimat.
David kehrt entmutigt nach Landsberg zurück und möchte in den Lagerfabriken arbeiten. Dialog Davids mit einem Mechaniker. Fabrikführung. David greift zum Hammer.
Der Sprecher kommentiert die Arbeitstätigkeiten der Juden im Lager: „Warten auf das Morgen in einer neuen Heimat. Warten, warten, endlos, hoffnungslos.“
Dialog Davids mit einem Kollegen über die verschlechterte Arbeitsmoral. David und Dora gehen im Lager spazieren, David fragt sie, ob sie ihn heiraten wolle.
Hochzeitsfeierlichkeiten. Gespräch des jungen Ehepaars in ihrer Baracke: Dora lehnt sich an Davids Schulter an.
Versammlung auf dem Lagerplatz: Die Insassen hören über die Lautsprecher die Rede des Vorsitzenden des Jüdischen Kongresses, der an die Alliierten appelliert, die D.P.-Lager aufzulösen. Applaus und Gesänge. David und Dora küssen einander.

12.35

52.55 – 1.05.30

08.

Wiederbegegnung Davids mit Hanna.
Juden lesen Zeitung im Lager, einer stolpert über die Suchanzeige einer Hanna Jelin. Er unterrichtet David davon, der gerade Mechanikern Unterricht gibt.
Im Krankenhaus: Der Arzt führt David und Dora ins Zimmer der Mutter. Hanna erkennt David zunächst nicht. David sagt, er wolle sie mit in ihre neue Heimat nehmen. Als Hanna ihn erkennt, umarmen sie einander unter Tränen.
Texttafel: „Doch lang ist der Weg“. Man sieht, wie ein Feld gepflügt wird. Ende.

3.49

1.05.30 – 1.09.19