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Schindlers Liste (USA, 1993)


Zum Inhalt des Films

Oskar Schindler, Sudetendeutscher, Katholik und NSDAP-Mitglied, reist mit der Absicht ins deutsch besetzte Polen, dort von der Kriegssituation zu profitieren. In Krakau ermöglichen ihm seine Verbindungen in hohe Nazi-Kreise, sich mit Taktik und Skrupellosigkeit eine vormals jüdische Fabrik zur Herstellung von Emaillewaren anzueignen, wo er Juden als billige Arbeitskräfte einsetzt. Zunächst unfreiwillig bewahrt er dabei seine Belegschaft vor dem deutschen Terror und der drohenden Deportation. Seine auf größtmöglichen Profit ausgerichtete Geisteshaltung ändert sich erst nach und nach, als ihm die Ausmaße der Judenverfolgung bewusst werden und er schließlich mit deren gezielter Vernichtung konfrontiert wird. Nach der Liquidierung des Krakauer Ghettos und der Verbringung der Einwohner ins Lager Plaszów beginnt Schindler, sich für die Arbeiter seiner Fabrik einzusetzen. Als 1944 allen Lagerinsassen die Vernichtung droht, erstellt Schindler mit Hilfe seines Buchhalters die titelgebende Namensliste, mit der rund 1.100 Juden der NS-Vernichtungsmaschinerie entzogen werden. Es gelingt ihm sogar, den Rücktransport des nach Auschwitz gelenkten Zuges seiner Arbeiterinnen zu veranlassen. Schindler zieht mit Fabrik und Belegschaft aus Krakau nach Brünnlitz ins Sudetenland, wo sie das Kriegsende erleben.


Filmographische Angaben

Schindlers Liste
(USA 1993)
Original-Titel: „Schindler’s List“
Produziert von: Steven Spielberg, Gerald R. Molen, Branko Lustig
Ausführende Produzentin: Kathleen Kennedy
Regie: Steven Spielberg
Co-Produzent: Lew Rywin
Buch: Steven Zaillian (nach der Romanvorlage von Thomas Keneally)
Kamera: Janusz Kaminski
Schnitt: Michael Kahn
Musik: John Williams
Ausstattung: Allan Starski
Kostüme: Anna Biedrzyckz-Sheppard
Tonmischung: Ron Judkins
Beratung: Leopold Page (Leopold Pfefferberg)
Darsteller:
Liam Neeson (Oskar Schindler)
Ben Kingsley (Itzhak Stern)
Ralph Fiennes (Amon Göth)
Caroline Goodall (Emilie Schindler)
Jonathan Sagalle (Poldek Pfefferberg)
Embeth Davidtz (Helen Hirsch)
Shmulik Levy (Wilek Chilowicz)
Mark Ivanir (Marcel Goldberg)
Andrzej Seweryn (Julian Scherner)
Friedrich von Thun (Rolz Czurda)
Krzystof Luft (Hermann Toffel)
Harry Nehring (Leo John)
Norbert Weisser (Albert Hujar)
Adi Nitzan (Mila Pfefferberg)
Michael Schneider (Juda Dresner)
Miri Fabian (Chaja Dresner)
Anna Mucha (Danka Dresner)
Michael Gordon (Herr Nussbaum)
Aldona Grochal (Frau Nussbaum)
Jacek Wojcicki (Henry Rosner)

(Quelle: United International Pictures Gmbh Werberatschlag)

Laufzeit: 188 Minuten.

Deutscher Kinostart: 3. März 1994.

Link: www.universalstudiosentertainment.com/schindlers-list

Nominiert für zwölf Oscars. Ausgezeichnet mit sieben Oscars (Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Kamera, Bester Schnitt, Beste Bauten, Beste Original-Musik).
Verleihinformation: Im Verleih der UIP.

Link: http://universal-pictures-international-germany.de/index.php

Bezugsquelle:

Für die nicht gewerbliche Nutzung kann der Film beim Medienverleih des Medienzentrums der Region Hannover (MZRH) als DVD (Bestellnummer: 4632379) oder VHS-Kassette (Bestellnummer: 4231137) ausgeliehen werden. Umfangreiches Begleitmaterial liegt ebenfalls vor: Materialien zur Medienpädagogik (Bestellnummer: 0000359), Arbeitshilfen zum Film (Bestellnummern: 0000846 und 0001134) und Arbeitshilfen für die politische Bildung (Bestellnummer: 0001424). Zur Freitextsuche im Online-Medienkatalog des MZRH gelangen Sie hier.