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Sequenzprotokoll

 

Nr.

Inhalt

Länge

Zeit

01.

Nachricht von den Nazi-Greueln und der Beschluss zur Selbst-Deportation der Gemeinde.
Vorspann.
Einführung durch Schlomo in die Handlung: „Das ist die Geschichte meines Dorfes, so wie wir sie erlebt haben.“ Schlomo flüchtet panisch durch den Wald. Im Dorf trifft er den Rabbi, der mit Schlomo und den sich anschließenden Dorfältesten unter Wehklagen eine Prozession bildet.
Im Haus des Rabbis: Schlomo berichtet von der Liquidierung jüdischer Dörfer durch deutsche Truppen.
Der Weisenrat reagiert mit Ratlosigkeit, bis Schlomo seinen Vorschlag äussert, das Dorf in einem falschen Deportationszug ins Gelobte Land zu verbringen.
Auf dem Dorfplatz beschreibt Schlomo seine Rettungsvision.

6.35

0.00 – 6.35

02.

Erste Vorbereitungen und Auswahl der Nazi-Darsteller.
Allgemeiner Aufruhr im Dorf.
Eine Versammlung in der Bücherei soll männliche Juden zur Darstellung der Nazis auswählen. Keiner meldet sich freiwillig. Mordechai Schwarz wird zwangsweise zum Kommandanten „ernannt“ und von allen beglückwünscht.
Tanz auf dem Dorfplatz. Daneben wird gestrickt, genäht, geschneidert, gesägt und gekocht. Dialog Mordechai und seiner Frau über die Notwendigkeit, Puremplätzchen und Gurken mitzunehmen.
Im Badehaus: Auftritt Esther.
Yossi lauert Esther auf und will um ihre Hand anhalten. Esther weist ihn zurück, sie hat ein Auge auf Mordechais Sohn Sammy geworfen.
Schlangestehen vor der Synagoge und Inventarisierung der Habseligkeiten der Dorfbewohner, das Gepäck wird aufgegeben und Wertgegenstände veräussert.
Der Rabbi schreibt einen Brief an seinen deutschspre-chenden Vetter Israel Schmecht. Vorstellung Schmechts. Schmecht gibt Mordechai Deutschunterricht.
Beim Buchhalter: Diskussion um die Anschaffung lederverkleideter Offizierswaggons.

11.51

6.35 – 18.26

03.

Lokomotivführer und Lokomotive werden organisiert. Yossi wird Kommunist.
Ein erster Waggon erreicht das Dorf. Exerzieren auf dem Dorfplatz mit Mordechai und Israel. Yossi erhält vom Rabbi den Auftrag, von seinem Vetter gefälschte Papiere zu besorgen, und wird vor der kommunistischen Überzeugung des Vetters gewarnt.
Bauaktivitäten an den Waggons. Nachts: Schlomo beobachtet Esther, die ein Kind wiegt. Yossi begegnet bei der Heimkehr seiner Mutter und teilt ihr seine beim Vetter gefundenen Überzeugungen mit.
Auf dem Dorfplatz: Yossi sammelt Anhänger um sich und wirbt für die kommunistische Lehre, der Rabbi löst die Versammlung auf.
Der Rabbi besichtigt die Arbeiten an den Waggons. Der Schuster wird damit betraut, eine Lokomotive zu organisieren. Er kehrt ins Dorf zurück mit einem jungen Mann, der Lokomotivführer werden möchte. Der Buchhalter erleidet eine Beinahe-Herzattacke, als er von den Plänen zur Anschaffung der Lokomotive erfährt.
Nächtliches Eintreffen der Lokomotive, die sich als Schrotthaufen herausstellt. Aufwendige Renovierung der Lokomotive, der Lokführer studiert sein Handbuch, die Kinder aus dem Nachbardorf erfahren von den Emigrationsplänen der Juden. Daraufhin sucht der Gemeindevorsteher des Nachbardorfes den Rabbi in der Synagoge auf, um diesen wegen des Gerüchtes zu befragen.

11.09

18.26 – 29.35

04.

Aufbruch nach Eretz Israel.
Nächtliche Versammlung beim Rabbi: Der sofortige Aufbruch wird beschlossen.
Die Gemeinde verlässt das Dorf, der Rabbi rettet die Kultgegenstände aus der Kirche und spricht vor der Gemeinde ein Gebet: „Gott möge diesen Zug segnen, auf dass er uns lebendig und gesund nach Palästina bringt, ins Heilige Land, nach Eretz Israel.“ Die Gemeinde besteigt die Waggons. Bei der Abfahrt wird versehentlich ein Baum gefällt.
Der Briefträger entdeckt am nächsten Morgen das verlassene Dorf.
Der Zug fährt, Schlomo jubelt auf dem Dach eines der Waggons. Der Lokführer macht sich mit seiner Lokomotive vertraut. Der Rabbi beruhigt die anderen Weisen im Waggon.

7.37

29.35 – 37.12

05.

Gefährdung des Zuges durch die Partisanen und erste Konflikte innerhalb der Gruppe.
Eine Gruppe Partisanen legt eine Sprengladung auf der Zugstrecke.
Im Waggon: Yossi ernennt Modl zum Waggon-Sowjet.
Nachdem der Zug einen Bahnhof durchfahren hat, wird er auf offener Strecke angehalten. Lokführer, Rabbi und Mordechai besprechen die Lage. Der Deportationszug entgeht der Kollision mit einem anderen Zug.
Esther gesteht ihrem Vater ihre Zuneigung zu Mordechais Sohn Sammy, der eben in die Kommunistengruppe aufgenommen wird: Ihr Vater hat Vorbehalte. Es kommt zum Streit zwischen Mordechai und den Kommunisten, die fordern, in den Nazi-Waggons zu schlafen. Der Rabbi: „Meine Gemeinde entzweit sich...“ Nach der Schlichtung wird die Fahrtroute neu geplant.
Im Nachbardorf: Der Bürgermeister im Gespräch mit einem echten Nazi-Kommandanten.
Die Partisanen nehmen die Verfolgung des Zuges auf.

10.04

37.12 – 47.16

06.

Mordechai rettet den Zug vor dem Zugriff der echten Nazis.
Nachts: Der Zug wird von der Wehrmacht gestellt. Mordechai rettet die Situation, indem er dem SS-Hauptsturmführer erklärt, er deportiere kommunistische Juden in einem Geheimzug.
Yossi gibt die Wahl von Waggon-Sowjets bekannt und versetzt Sammy in einen anderen Waggon, woraufhin es zur Auseinandersetzung zwischen Esther und Yossi kommt.

8.33

47.16 – 55.49

07.

Auseinandersetzung zwischen „Nazis“ und Kommunisten in der Gemeinde.
Zwischenstop: Die Gemeinde verlässt den Zug, um auf einem Feld das Freitag-Abend-Gebet zu halten. Die Partisanen beobachten und ziehen sich schließlich ratlos zurück.
In der Gemeinde kommt es zur Auseinandersetzung zwischen dem Rabbi und Mordechai, dann zum Streit zwischen den „Nazis“ und den Kommunisten in der Gemeinde. Ein humanistischer Appell Schlomos beendet die ausbrechende Schlägerei und leitet zur Versöhnung.
Weiterfahrt: Schlomo und Mordechai spielen Schach. Der Rabbi teilt mit, dass die Vorräte zur Neige gingen.
Sammy und Esther im Wald: Sammy ist unglücklich, weil ihn Yossi aus der Partei ausgeschlossen hat. Esther verführt ihn.

9.22

55.49 – 1.05.11

08.

Ausbruch der Kommunisten, Gefangennahme des Schneiders durch die echten Nazis und seine Befreiung durch Mordechai.
Nachts: Die Kommunisten sammeln sich im Waggon.
Tags: Der Rabbi weckt Mordechai, ein Teil der „Deportierten“ sei geflohen. Die „Nazis“ nehmen die Verfolgung auf und ergreifen alle bis auf den Schneider, der echten Wehrmachtssoldaten in die Hände fällt.
Nachdem Mordechais Uniform modifiziert wurde, fährt der Zug im Bahnhof Jlobin ein und Mordechai als Feldmarschall sucht den Oberstleutnant in der Hauptkommandantur auf. Der Schneider wird freigegeben. Mordechai veranlasst eine Versammlung vor der Kommandantur, um die Nahrungsmittelvorräte für seinen Zug aufzustocken. Am Morgen wird der Zug von den echten Nazis verabschiedet.
Im Waggon: Der Schneider wird von Yossi der Spionage verdächtigt.
In der Kommandantur: Die Vorstellung Mordechais hat nachträglich Verdacht erregt, der Oberstleutnant verfügt die Verfolgung des Zuges.

10.09

1.05.11 – 1.15.20

09.

Begegnung mit den Zigeuner-„Nazis“ und -„Deportierten“.
Im Offiziers-Waggon: Mordechai schildert Schlomo seine Isolation in der Gemeinde. Der Zug wird plötzlich gestoppt und ist von Wehrmacht umstellt. Der Kommandant der Truppe stellt Mordechai zur Rede. Schlomo entschärft die Situation mit seiner Entdeckung: „Es sind keine Deutschen, es sind Zigeuner, Brüder!“ Es kommt zur Vereinigung zwischen den falschen jüdischen und den falschen Zigeuner-Deportierten. Mordechai zeigt dem Zigeuner-Kommandanten seinen Waggon.
Gemeinsame Weiterreise im Zug. Esther gesteht ihrem Vater ihre Zuneigung für einen der zugestiegenen Zigeuner. Der Vater: „Dann schon lieber den Nazi...“
Yossis Mutter redet ihrem Sohn ins Gewissen.

7.28

1.15.20 – 1.22.48

10.

Juden und Zigeuner feiern ein Fest.
Nächtlicher Halt des Zuges und rauschendes Fest.
Sammy will das Zelt in Brand setzen, in dem sich Esther mit dem Zigeuner befindet, wird aber von einer reifen Zigeunerin davon abgehalten und verführt.
Gemeinsames Musizieren der Juden mit den Zigeunern, es wird getanzt und fraternisiert.
Weiterfahrt des Zuges: Lagebesprechung bei Frontannäherung.
Esther mit dem Zigeuner im Vieh-Waggon. Sie entdeckt Schlomo, der das Paar beobachtet und ihr seine Liebe gesteht. Danach sitzt Schlomo weinend auf dem Dach des Waggons.

7.49

1.22.48 – 1.30.37

11.

Ankunft an der Frontlinie und Schluss-Szene.
Schlomo, Yossi, das Rabbi-Ehepaar und die beiden falschen Kommandanten auf dem Dach der Lok. Schließlich wird angehalten und die russische Grenze gesucht, als plötzlich überall Granaten einschlagen.
Der Zug fährt weiter, während die „Deportierten“ jubelnd auf die Dächer der Waggons steigen.
Schlomo beendet die Geschichte: „Das ist die wahre Geschichte meines Schtetls ... na ja, fast die wahre.“ Das Schlussbild zeigt ihn in KZ-Kleidung hinter Stacheldraht.
Abspann.

7.35

1.30.37 – 1.38.12