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Zensurkarten

 

Film ist ein wesentlicher Bestandteil der Alltagskultur in der Weimarer Republik. Dazu tragen nicht nur professionelle Filmproduktionen bei, auch zahlreiche Privatpersonen, Vereine, Parteien und Firmen entdecken das Medium für sich.

Da es jedoch noch keine Institution gibt, die Filme sammelt und archiviert, werden bei der Einführung des Tonfilms viele Stummfilme für wertlos gehalten und vernichtet. Sie wandern zur Wiederverwertung "in die Kammfabrik". Ein Großteil der frühen Filmproduktion läßt sich heute nur noch über schriftliche Zeugnisse rekonstruieren. Wichtige Informationen liefern seit den zwanziger Jahren die sogenannten "Zensurkarten". Alle Filme mussten der Zensurbehörde vorgelegt werden, die dann die Entscheidung über die Zulassung des Films traf.