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Und außerdem ...

 

Neue Filme - Alte Hasen

 

(Diese Darstellung befindet sich auf dem Stand von 1995.)

Ende des Jahres 1945 gründen Rudi Mischke und Adolf Girmann, der offensichtlich auch für den Firmennamen verantwortlich ist, die "Agir-Filmwerbe KG" in der Bahnhofstraße 9. Im Auftrag der britischen Militärregierung produziert das junge Unternehmen den ersten norddeutschen Werbefilm nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Tod lauert auf der Straße soll Unfällen im Straßenverkehr entgegenwirken. Später übernimmt Rudi Mischke die Alleinvertretung der Agir-Werbe, die sich noch heute im Familienbesitz befindet. Ihre Angebotspalette umfasst die Werbefilmproduktion für Kino und Fernsehen, Funk- sowie Filmtheaterwerbung. Bisheriger Höhepunkt der Firmen-Vita ist die Verleihung des "Silbernen Löwen" bei den Internationalen Werbefilmfestspielen in Cannes für den Film Rosskohle, bei dem Rudolf Dornis die Kamera führt.

1958 tun sich die Hobbyfilmer Volker Graf von Bethusy-Huc, Erhardt Meyer-Sewering und Horst Latzke zusammen und stellen zunächst Auftragsfilme, z.B. für die Stadt Hannover, her. Die drei machen sich selbständig und gründen 1965 die "Filmproduktion Graf v. Bethusy-Huc", die ihren Sitz zunächst in Hannover und ab 1977 in Großburgwedel hat. Produziert werden in erster Linie Dokumentar- und Kulturfilme. Ab 1968 arbeiten sie drei Jahre an der Realisierung eines frei finanzierten, abendfüllenden Kinofilms, dem Tierspielfilm Pim, Pam, Pummelchen (1970, Regie und Buch: Horst Latzke). Danach konzentriert sich das Unternehmen auf die Produktion von Industriefilmen und erhält u.a. mehrere Bundeswirtschaftsfilmpreise. 1993 zeichnet das Land die Filmproduktion Graf v. Bethusy-Huc als die erfolgreichste niedersächsische Industriefilm-Produktionsfirma aus.

Der Autor und Regisseur Horst Latzke arbeitet seit 1977 als selbständiger Produzent und realisiert in erster Linie Auftragsproduktionen. Ihn thematisch festzulegen fällt schwer: Menschen, Tiere, Städte, die Natur, Wirtschafts- und Kulturbereiche stehen gleichermaßen im Mittelpunkt seiner Arbeit. Immer aber sind seine Filme engagiert, ob für den Aufbau von Sportgruppen für behinderte Kinder (Einfach anfangen, 1980) oder den Kampf von Vogelschützern für das Überleben der Greifvögel (Lasst sie leben, 1981). Eine spezielle Vorliebe scheint Latzke dennoch zu haben: Etliche Filme hat er schon über seine Wahlheimat Hannover realisiert. Zur Expo 2000 dreht er ein weiteres großes Stadtportrait, das er pünktlich zum Expo-Jahr fertigstellt.