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Stefan Aust

 

* 1.7.1946 Stade

Stefan Aust gilt als "einer der besten kritischen Journalisten in Deutschland" (Ulrich Wickert). Bereits als zwanzigjähriger Soziologiestudent beginnt er seine journalistische Laufbahn bei der Zeitschrift "konkret". Ab 1970 arbeitet Stefan Aust für Hörfunk und Fernsehen, unter anderem für Panorama. Aust schafft sich durch kritische und gut recherchierte Reportagen, die zum Teil als Buchveröffentlichungen erscheinen, einen Namen - u.a. Der Filbinger Report (1978), Der Baader-Meinhof-Komplex (1985/86) und Mauss - Ein deutscher Agent (1988).

Im Mai 1988 übernimmt Stefan Aust den Aufbau und die Leitung von SPIEGEL TV, eine Position, die er bis heute innehat. In jüngster Zeit allerdings eingeschränkt, denn Anfang 1995 wird er auf Wunsch von Rudolf Augstein Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".

Neben seiner Tätigkeit für Printmedien, Hörfunk und Fernsehen hat Stefan Aust auch an Kinofilmen mitgewirkt. Aus der gemeinsamen Arbeit mit anderen Regisseuren, etwa Alexander Kluge und Volker Schlöndorff, entstehen die Kollektiv-Filme Der Kandidat (1979/80) und Krieg und Frieden (1982/83). Nach Wortprotokollen des gleichnamigen Prozesses schreibt Aust das Drehbuch zu Stammheim (1985/86, Reinhard Hauff).

pst