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Lars Becker

 

* 12.1.1954 Hannover

Lars Becker besucht ein Jahr lang die Grundschule Hainholz in Hannover, bevor seine Familie nach Zetel bei Wilhelmshaven umzieht. Nach dem Schulabschluss und einem längeren Italienaufenthalt geht Lars Becker nach Hamburg, wo er zunächst als Drucker und Barmann auf St. Pauli arbeitet. Dann beginnt ein Filmstudium an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste, das er 1986 abschließt.

In seinen ersten beiden Werken, dem Fernsehspiel Kalte Sonne (1988) und dem Dokumentarfilm Afrika um die Ecke (1990) thematisiert er, wenn auch auf völlig unterschiedliche Art und Weise, das Schicksal politischer Flüchtlinge in Deutschland, denen die Abschiebung droht. Auf Anraten eines Verlages schreibt Lars Becker das Drehbuch von Kalte Sonne zu einem Kriminalroman um; diesem literarischen Debüt folgt 1991 sein zweites Buch "Amigo".

Auch in seinem Kinoerstling Schattenboxer (1992) geht es um Abschiebung, gepaart mit Korruption und Drogenhandel. Schattenboxer wird von der Presse als "perfekter Thriller" gelobt. Anders als im deutschen Kriminalfilm üblich, verzichtet Becker in seinen Werken auf die einfache Gut-Böse-Logik. In seinem neuen Film Bunte Hunde (1995) überlebt zum Beispiel ausgerechnet der, der alle verrät.

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