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Lucie Höflich

 

*20.2.1883 Hannover † 9.10.1956 Berlin

Lucie Höflich ist bekannt als Theater- und Filmschauspielerin. Bereits um die Jahrhundertwende spielt sie an zahlreichen Bühnen, u.a. in Bromberg, Prag, Nürnberg, Wien und Berlin. Für Herbert Ihering ist sie "eine der größten Schauspielerinnen aus der Anfangs- und Gipfelzeit Max Reinhardts".

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg findet Lucie Höflich den Weg zum Film. Sie arbeitet mehrfach unter der Regie von Ludwig Berger (EIN WALZERTRAUM, 1925), der sie die "genialste deutsche Darstellerin" nennt. Weitere wichtige Rollen in Stummfilmen spielt sie unter anderem in DIE STRASSE (1923, Karl Grune) und TARTÜFF (1926, Friedrich Wilhelm Murnau). Lucie Höflich gelingt auch der Sprung in die Tonfilmära, sie spielt etwa in DER WEISSE DÄMON/RAUSCHGIFT (1932, Kurt Gerron) und ROBERT KOCH (1939, Hans Steinhoff).

Nach 1945 widmet sich Lucie Höflich wieder fast ausschließlich dem Theater, hinterlässt jedoch in HIMMEL OHNE STERNE (1955, Helmut Käutner) und ANASTASIA, DIE LETZTE ZARENTOCHTER (1956, Falk Harnack) noch einmal nachhaltigen Eindruck. Ulrich Kurowski konstatiert ein "völliges Verströmen, völliges Ausschenken bei Lucie Höflich, aber von einem gliedernden Verstand kontrolliert".

pst

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