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Gustav Knuth

 

* 7.7.1901 Braunschweig † 1.2.1987 Neu-Münster bei Zürich

Gustav Adolf Karl Friedrich Knuth, genannt Bubi, ist Sohn eines Eisenbahners und soll auch einer werden. Heimlich nimmt er während einer Schlosserlehre Schauspielunterricht und bekommt sein erstes Engagement mit 17 am Stadttheater Hildesheim. Weitere Stationen sind Hamburg-Harburg, Altona und Hamburg. 1937 holt ihn Gustaf Gründgens an das Preußische Staatstheater nach Berlin. Seit 1949 spielt er bis zu seinem Abschied von der Bühne am Schauspielhaus in Zürich.

Sein Filmdebüt gibt Knuth 1935 in DER AMMENKÖNIG (Hans Steinhof), die verhasste Schlosserlehre kann er hier als Dorfschmied anwenden. Helmut Käutners GROSSE FREIHEIT NR. 7 (1943/44) und UNTER DEN BRÜCKEN (1944/45) - Knuths Lieblingsfilm - kommen seinem Talent jedoch mehr entgegen: "Sie widersprechen dem verordneten Ideal vom kernigen Mann. Aufrichtig, schlicht und ein wenig ungelenk (...)" (CineGraph).

Bis 1982 ist Knuth in fast 150 Film- und Fernsehrollen zu sehen. Am Theater eher dem ernsthaften Fach zugewandt, sind es im Film der fünfziger Jahre meist die komödiantischen Figuren, die er als polternder aber liebenswerter Kauz in Szene setzt, etwa in DER FRÖHLICHE WEINBERG (1952, Erich Engel) oder in der SISSI-Trilogie (1955, 1956, 1957, Ernst Marischka). Seit Anfang der sechziger Jahre ist Knuth vor allem beim Fernsehen engagiert. Ob in ALLE MEINE TIERE (1962/63, Otto Meyer), SALTO MORTALE (BRD/CH 1968, 1971, Michael Braun) oder als vielfacher Familienvater Baltus in DIE POWENZBANDE (BRD/CH/A 1974, Michael Braun), Knuth ist immer Publikumsliebling.

S.H.