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Hermann Lause

 

* 7.2.1939 Meppen (Ems)

Seine Stimme verfügt über die fast schrillen Töne eines erwachsenen, aber schmächtigen Jungen, eines großartigen Theaterschauspielers, der es geschafft hat, sich auf die so ganz andere Arbeit beim Film einzustimmen.

Nach dem Studium der Archäologie sowie "anderem Unsinn" nimmt Hermann Lause in München privaten Schauspielunterricht. Der Deutsche Bühnenverein erkennt ihn als "darstellernden Klamaukmacher" an. Ab 1963 macht er Bühnenkarriere. Früh schon ist er in TV-Vorabendserien, Krimis und Fernsehspielen zu sehen - etwa in TILL, DER JUNGE VON NEBENAN (1967/68, Wolfgang Teichert) und SMOG (1972, Wolfgang Petersen). Später ist er der windige Reiner Pfeiffer in Heinrich Breloers spielerischen TV-Rekonstruktionen der Barschel-Engholm-Dramen DIE STAATSKANZLEI (1989) und EINMAL MACHT UND ZURÜCK (1994/95) sowie der Informant in KOLLEGE OTTO (1991), dem Fernsehspiel zur Co-op-Affäre. Zuletzt spielt er Erich Honecker in Horst Königsteins Doku-Drama DICKE FREUNDE (über die Strauß/Schalck-Golodkowski-Verbindung).

Als miesgelaunter "Allerweltsbewohner eines Mietshauses im Ruhrpott, der mit schriller Stimme herumquengelt in Adolf Winkelmanns Filmen", wird er einmal beschrieben. Gemeint sind DIE ABFAHRER (1978) und JEDE MENGE KOHLE (1981). Einen besessenen Brieftaubenzüchter aus Bottrop spielt er in Arend Agthes Öko-Krimi DER SOMMER DES FALKEN (1988). Lause wird von der Zeitschrift "Theater heute" 1977 und 1982 zum "Schauspieler des Jahres" gewählt.

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