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Theo Lingen

 

* 10.6.1903 Hannover † 10.11.1978 Wien

Theo Lingen debütiert als Bühnendarsteller in seiner Heimatstadt Hannover. 1929 kommt er über Umwege an das Staatstheater Berlin und wird 1930 für die Rolle des Schlagerkomponisten Conny Coon in DOLLY MACHT KARRIERE (1930, Anatole Litvak) entdeckt und steht von nun an häufig vor der Kamera.

"Der Exzentriker unter den Komikern des deutschen Films erreichte, obwohl selten handlungstragender Interpret, die Popularität eines großen Stars. Hochgezogene Augenbrauen, die näselnde Stimme und andere Spielmerkmale seiner ausgeprägten 'motorischen Komik' verbanden sich zu einer unnachahmlichen Mischung aus Esprit und Arroganz, die den Erfolg seiner Darstellungen ausmachte. Sein zusätzliches Charakteristikum, sein agogisch eingesetzter Staccato-Sprechstil (...) vergrößerte seine groteske Wirkung. (...)

Nach 1945 konnte der besessene Charakterkomiker seine große Produktivität aufrechterhalten, nicht aber - bedingt durch das schwankende Niveau des Unterhaltungsfilms - seinen darstellerischen Standard. Er alternierte zwischen Klamauk und plakativen Gags." (z. B. in DER THEODOR IM FUSSBALLTOR, 1950, E.W. Emo) "und ambitionierten Produktionen mit leisen Zwischentönen" (z.B. HIN UND HER, Österreich 1948).

(Reclams deutsches Filmlexikon)