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Wolfgang Petersen

 

* 14.3.1941 Emden

Die gängigen Vorurteile Ostfriesen gegenüber lassen sich angesichts der steilen Karriere des gebürtigen Emdeners ganz sicher nicht bestätigen. Wolfgang Petersen wird mit 19 Jahren Regie-Assistent am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg, wo man ihm bereits 1962 die Chance gibt, selbst zu inszenieren. Das anschließende Studium an der Film- und Fernsehakademie Berlin schließt er als einer der ersten Absolventen ab und arbeitet zunächst für das Fernsehen. Petersen dreht u.a. den Öko-Thriller SMOG (1973) sowie mehrere TATORT-Folgen, darunter das berühmte REIFEZEUGNIS mit Nastassia Kinski. Für seinen ersten Spielfilm EINER VON UNS BEIDEN erhält er 1973 den Bundesfilmpreis als bester Nachwuchsregisseur. DIE KONSEQUENZ (1977), eine aufsehenerregende Auseinandersetzung mit Homosexualität, wird international diskutiert. Als Drehbuchautor und Regisseur von DAS BOOT (1980/81) wird Petersen für zwei Oscars nominiert; die dreiteilige Fernsehversion erhält den Emmy Award. Sein erster englischsprachiger Film DIE UNENDLICHE GESCHICHTE (1984) steht stilistisch zwar in starkem Kontrast zu bisherigen Arbeiten, wird jedoch zum größten Kassenerfolg der deutschen Filmgeschichte.

1986 siedelt "Mister Pietörsen", wie er in den USA genannt wird, mit seiner Frau Maria nach Hollywood um und versucht, sich dort zu etablieren. Nach einer Anzahl mäßig erfolgreicher Filme schafft er 1993 mit IN THE LINE OF FIRE den internationalen Durchbruch. Der Thriller mit einem überragenden Clint Eastwood in der Hauptrolle wird ein bombastischer Kassenerfolg in den USA. 1994 folgt mit OUTBREAK - LAUTLOSE KILLER ein weiterer "box-office hit".

pam