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Erich Pommer

 

* 20.7.1899 Hildesheim † 8.5.1966 Hollywood

Erich Pommer ist einer der einflussreichsten deutschen Filmproduzenten der zwanziger und beginnenden dreißiger Jahre, wenn nicht sogar der bedeutendste überhaupt. Der Talententdecker und -förderer ist als Produktionschef der Berliner Ufa für Stummfilm-"Klassiker" wie DIE NIBELUNGEN (1922-24, Fritz Lang), DER LETZTE MANN (1924, Friedrich W. Murnau), FAUST (1925/26, Friedrich W. Murnau) und METROPOLIS (1925/26, Fritz Lang) verantwortlich. Auch die Tonfilme DER BLAUE ENGEL (1930, Josef von Sternberg), DIE DREI VON DER TANKSTELLE (1930, Wilhelm Thiele), DER KONGRESS TANZT (1931, Eric Charell) und F.P.1 ANTWORTET NICHT (1932, Karl Hartl) produziert Pommer für die Ufa.

Der gebürtige Hildesheimer lebt nur sieben Jahre in seiner Geburtsstadt. Die Familie zieht zuerst nach Göttingen und 1905 nach Berlin. Nach einer kaufmännischen Lehre landet Pommer früh im Filmgeschäft und gründet 1915 seine eigene Produktionsfirma, die "Decla-Filmgesellschaft Holz & Co", die u.a. DAS CABINETT DES DR. CALIGARI (1919/20, Robert Wiene) herstellt. 1921 fusioniert die Decla mit der Ufa. 1926 wird sein Vertrag mit der Ufa jedoch aufgrund der kostspieligen METROPOLIS-Produktion nicht verlängert. Pommer arbeitet fast zwei Jahre als Produzent in den USA. 1927 kehrt er zur Ufa zurück. 1933 emigriert er nach Paris, London und in die USA.

Nach Kriegsende ist er von 1946 bis 1949 als oberster Filmoffizier der amerikanischen Militärregierung (OMGUS) für die Neuordnung der deutschen Filmproduktion verantwortlich. Nach einem kurzen USA-Intermezzo gründet er 1951 in München die "Intercontinental GmbH", die u.a. NACHTS AUF DEN STRASSEN (1951, Rudolf Jugert) und seinen letzten Film KINDER, MÜTTER UND EIN GENERAL (1954/55, Laszlo Benedek) produziert. Sein letztes Lebensjahrzehnt verbringt Pommer wieder in den USA.

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