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Helma Sanders-Brahms

 

* 20.11.1940 Emden

Helma Sanders-Brahms gehört zu den international erfolgreichsten deutschen Regisseurinnen. Ihre Filme UNTER DEM PFLASTER LIEGT DER STRAND (1974) und DEUTSCHLAND BLEICHE MUTTER (1979/80), in denen sich Abschnitte der deutschen Geschichte in Einzelschicksalen spiegeln, sind ihre größten Erfolge.

Sie besucht in Hannover die Schauspielschule, studiert Theaterwissenschaften, Anglistik und Germanistik, arbeitet als Fernsehansagerin beim WDR und hospitiert bei Sergio Corbucci und Pier Paolo Pasolini. 1969 beginnt Helma Sanders-Brahms damit, Filme zu machen. Sozialpolitisches Engagement kennzeichnet das gesamte Werk dieser streitbaren Regisseurin. Neben zahlreichen Spielfilmen, darunter ERDBEBEN IN CHILI (1974), HEINRICH (1967/77), DIE BERÜHRTE (1981), LAPUTA (1985/86) und MANÖVER (1987/88) dreht Helma Sanders-Brahms viele Dokumentarfilme, zuletzt den 1995 im Forum der Berlinale vorgestellten JETZT LEBEN - JUDEN IN BERLIN (1994).

1991 wird die Emdenerin, die auch als Publizistin, Roman- und Hörspielautorin arbeitet, vom französischen Kulturminister Jack Lang zur "Chevalier des Arts et des Lettres" ernannt.

A.V. 

sb