Diese Seite drucken

Theodor Sparkuhl

 

* 7.10.1894 Hannover † 13.6.1946 Santa F‚, Kalifornien

Eine Selbstbiografie des Kameramanns Theodor Sparkuhl lautet: "Als Sohn des Bankdirektors Karl Sparkuhl in Hannover geboren, absolvierte ich das Lyzeum I (bis U.-Prima), trat dann für kurze Zeit in ein Übersee-Haus in Bremen ein und von dort zu Gaumont nach Berlin, wo ich - ein leidenschaftlicher Amateurphotograph - Gelegenheit hatte, mich auszubilden." (Lexikon des Films, 1926)

Nach eigenen Angaben ist er seit April 1911 bei verschiedenen Gesellschaften in der Filmbranche tätig. Während des Ersten Weltkrieges arbeitet er als Wochenschau-Kameramann, seit 1916 als Chefkameramann bei Spielfilmen, wobei ihn vor allem mit Ernst Lubitsch eine enge Zusammenarbeit verbindet. Er fotografiert von 1918 bis 1922 die meisten großen Lubitsch-Filme.

Gemeinsam mit Adolf Trotz inszeniert Sparkuhl 1927/28 seinen einzigen Film, die Liebes- und Mordgeschichte DER STAATSANWALT KLAGT AN!/DER HENKER. Nach seinem letzten Stummfilm in Deutschland ABWEGE (1928, G.W. Pabst) ist er bei British International Pictures in London beschäftigt. In den Jahren 1930/31 dreht er französische Filme, darunter Jean Renoirs LA CHIENNE (1931), sowie deutsch-französische Co-Produktionen.

Im Dezember 1931 betritt Sparkuhl US-amerikanischen Boden. Bis 1945 dreht er seine Filme zumeist für Paramount, darunter William Wellmans BEAU GESTE (1939) und Stuart Heislers THE GLASS KEY (1942).

aur