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Hertha von Walther

 

* 12.6.1903 Hildesheim † 12.4.1987 München

Hertha von Walther, eigentlich "Hertha Stern und Walther von Monbary", reißt mit 17 Jahren aus einem Internat in Wolfenbüttel aus, geht an das Schauspielhaus Leipzig und besucht mittels eines Stipendiums die dortige Schauspielschule. Finanzielle Engpässe bringen sie zu Beginn der zwanziger Jahre zum Film.

Ihren ersten Erfolg als junge Bergsteigerin neben Luis Trenker hat sie in DER BERG DES SCHICKSALS (1924). G.W. Papst, der später ihren Filmtypus als leicht anrüchige Halbweltgestalt prägen wird (GEHEIMNISSE EINER SEELE, 1925/26; DIE LIEBE DER JEANNE NEY, 1927; ABWEGE, 1928), engagiert sie neben Asta Nielsen und Greta Garbo für die Rolle der Else, die den Schlachter in DIE FREUDLOSE GASSE (1925) tötet. Unter Fritz Lang spielt sie eine opiumsüchtige Lady in SPIONE (1927/28) und eine handgreifliche Dirne in M. (1930/31).

Da sie nicht für die Gestapo arbeiten will, flieht sie 1943 aus Deutschland und lebt unter abenteuerlichen Umständen mit ihrem zweiten Mann in Brasilien. 1960 kehrt sie allein zurück. Neben zahlreichen Theaterengagements steht sie sowohl für Bergmann (DAS SCHLANGENEI, 1976/77) und Geissendörfer (JONATHAN, 1969) als auch in Softpornos (SCHULMÄDCHENREPORT, 1970, Walter Boos) vor der Kamera.

S.L.