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Grethe Weiser

 

*27.2.1903 Hannover † 2.10.1970 bei Bad Tölz

Die Hannoveranerin Grethe Weiser, die sich selbst als "Berliner Herz mit Schnauze" beschreibt, möchte schon früh entweder indische Schönheits- und Schlangentänzerin werden oder Zirkusclown. Als Teenager nimmt sie Tanz- und Sprechunterricht, später dann auch Schauspielunterricht. Mit 18 Jahren heiratet Grethe, eigentlich Gertrud Nowka, den Wiener Bankierssohn Joseph Weiser, der in Berlin das Kabarett "Charlott" am Kurfürstendamm pachtet. Hier hat sie ihre ersten Auftritte und wird für den Film entdeckt.

Seit 1927 wirkt Grethe Weiser in über 200 Filmen mit. Überwiegend in der Nebenrolle, ist ihr Fach das Komische: Sie spielt quirlige, überdrehte, fröhlich vor sich hinplappernde Zofen, wie in KASERNENZAUBER (1930, Carl Boese), Köchinnen, Platzanweiserinnen oder Dienstmädchen, wie in MARTHA (1936, Karl Anton), die mit charmantem doppeldeutigem Witz pragmatisch ins Geschehen eingreifen. Den Durchbruch zum Star erreicht sie mit ihrer Interpretation der Titelrolle von DIE GÖTTLICHE JETTE (1937, Erich Waschneck).

In den fünfziger und sechziger Jahren spielt sie vorwiegend die ältere Dame, Schwiegermutter oder Witwe, die sich mit schnoddrigem, aber liebenswertem Humor behauptet.

shö