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Otto Wernicke

 

* 30.9.1893 Osterode im Harz † 7.11.1965 München

Buchhändlerlehre und Schauspielunterricht gerade beendet, beginnt die Darstellerkarriere für den erst sechzehnjährigen Otto Wernicke in Erfurt und Eisenach. Nachdem er den Krieg als Soldat erlebt, führt es ihn an die Staatstheater München und Berlin. Seit 1921 wirkt er in einigen Stummfilmen mit, doch der Durchbruch gelingt ihm 1931 in Fritz Langs Tonfilm M. Wernicke spielt hier den etwas kopflastigen Kommissar Lohmann. In über 80 weiteren Filmen stellt er meist den "kleinen Beamten, Angestellten, Handwerker oder Unteroffizier" (CineGraph) dar: "Wernicke gab (...) diese Menschen so, wie der einfache Mann im Zuschauerraum sich haben will und selbst zu sein glaubt." (Ihering)

1950 versucht er sich als Darsteller und Regisseur zugleich: WER FUHR DEN GRAUEN FORD? ist ein Krimi, der "Verständnis für die Spätfolgen des Krieges" (Lexikon des int. Films) wecken will. Durch die fatalen Folgen eines Bühnenunfalls (Lähmungen und Verlust des Sprachvermögens) im Jahre 1951 ist ihm die Ausübung seines Berufs vier Jahre lang unmöglich.

Seit seiner Genesung wirkt er eher im Hintergrund, in kleineren Filmrollen oder Hörspielen und lehrt als Gastdozent an der Falkenbergschule in München.

cs

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