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Mathias Wieman

 

* 23.6.1902 Osnabrück † 3.12.1969 Hamburg

Nach dem frühen Tod seines Vaters übersiedelt Mathias Wieman mit seiner Mutter von Osnabrück erst nach Wiesbaden, später nach Berlin. Dort studiert er nach dem Abitur vier Semester Kunstgeschichte und Philosophie, besucht dann für drei Monate die Schauspielschule des Deutschen Theaters Berlin und schließt sich 1922 einer norddeutschen Wanderbühne an. Später spielt er an verschiedenen Theatern in Berlin und Wien und wird 1937 zum Staatsschauspieler ernannt.

Sein Filmdebüt gibt er 1925 unter der Regie von Martin Berger in FREIES VOLK. Zahlreiche Filmrollen folgen, wobei Wieman lange Zeit auf die Darstellung junger, einsamer und unverstandener Charaktere festgelegt scheint (DER SCHIMMELREITER, 1933, Curt Oertel, Hans Deppe; VORSTADTVARIETE, Österreich 1934, Werner Hochbaum; DIE EWIGE MASKE, Österreich 1935, Werner Hochbaum). Doch dann "wandelt er sich in den Militärfilmen Karl Ritters, an deren Drehbüchern Wieman gelegentlich mitarbeitet, zum pathetischen Offizier, unter der Regie Wolfgang Liebeneiners zum salbungsvollen Ehrenmann im Dienst nazistischer Propaganda (ICH KLAGE AN, 1941).

Doch am besten gelingen ihm Rollen, in denen er mit kalter Boshaftigkeit (so als Gegenspieler von Werner Krauss in MENSCHEN OHNE NAMEN, 1932, Gustav Ucicky), mitunter gefühlsarmer Brutalität (deren Opfer in ANGST, I/BRD 1954, Roberto Rosselini, Ingrid Bergman ist) auf Sympathien nicht rechnen kann." (CineGraph)

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