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Spuren des Kolonialismus in Hannover » Personen » Gustav Noske

Gustav Noske

von Felix Schürmann

  • 1868 in Brandenburg geboren

  • 1884 Nach einer Lehre als Korbmacher tritt er der SPD und der Gewerkschaft bei

  • 1891 Vorsitzender der SPD in Brandenburg

  • 1900 Nachdem er für einige sozialdemokratische Zeitungen geschrieben hat wird er Chefredakteur der "Volksstimme" in Chemnitz

  • 1906 Wahl in den Reichstag, in dem er als Experte und Fraktionssprecher für Militär- und Kolonialfragen zuständig ist. Bereits zu dieser Zeit galt er als "heimlicher Kolonialfreund" und machte diese Haltung in seinem 1914 erschienenen Buch "Kolonialpolitik und Sozialdemokratie" öffentlich

  • 1918 Kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges wird Noske in den Vorstand der SPD gewählt und fordert die Rückgabe deutscher Kolonien

  • 1918/1919 Während der Revolutionsunruhen wird er in den Rat der Volksbeauftragten gewählt und übernimmt den Oberbefehl über die brutale Niederschlagung des Januaraufstandes durch Regierungstruppen und rechtsextreme Freikorps, was ihm den selbst erfundenen Beinamen "Bluthund" einbrachte

  • Februar 1919 Noske wird erster Reichswehrminister in der Weimarer Republik und baut die Reichswehr auf

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  • Januar 1920 Die Auflösung der Marinebrigaden Ehrhardt und Loewenfeld durch Noske löst den Kapp-Putsch aus. Die Gewerkschaften können die Machtübernahme der Rechtsextremen mit einem Generalstreik verhindern, fordern aber zugleich den Rücktritt Noskes. Dieser folgt der Forderung

  • 1919 Noske setzt seine Karriere als Oberpräsident der Provinz Hannover fort

  • 1933 Unter der nationalsozialistischen Herrschaft Entlassung Noskes und Umzug nach Frankfurt am Main

  • 1944 Im Zusammenhang mit dem Attentat vom 20. Juli wird er verhaftet. Nach Inhaftierungen im Konzentrationslager Fürstenberg und dem Berliner Gestapo-Gefängnis wird er nach der Eroberung Berlins von alliierten Truppen befreit. Im selben Jahr kehrt er nach Hannover zurück

  • November 1946 Tod nach einem Schlaganfall

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