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Spuren des Kolonialismus in Hannover » Personen » Erich Obst

Erich Obst

von Tomasz Konicz

  • 1886 in Berlin - Steglitz geboren. Obst studiert Geographie, Geologie und Mineralogie in Breslau
  • Ab 1908 arbeitet er am neu gegründeten Kolonialinstitut in Hamburg, wo er sich der Erforschung der deutschen Kolonialgebiete widmet und an einigen Exkursionen - unter anderem
  • 1911/12 nach Deutsch Ostafrika - teilnimmt
  • 1913 Lehrerlaubnis an der Universität Marburg
  • 1914 Lehrstuhl in Breslau
  • 1915 Militärdienst
  • 1916 Ordentlicher Professor an der Universität Konstantinopel. Obst baut als Direktor der Kaiserlichen Osmanischen Zentralanstalt für Witterungskunde den meteorologischen Dienst der Türkei auf
  • Nach dem Kriegsende nimmt Obst zuerst einen Lehrstuhl in Breslau an, bis er
  • 1921 als Professor für Verkehrs- und Wirtschaftsgeographie nach Hannover berufen, und mit dem Aufbau des Geographischen Instituts betraut wird (bis 1938)
  • 1924 Zusammen mit Karl Haushofer Herausgabe der "Zeitschrift für Geopolitik", die eine deutsche Expansionspolitik befürwortet
  • 1926 Obst fordert in einem Zeitschriftenartikel die Rückgabe der deutschen Kolonien
  • 1932/33 und
  • 1935/36 unternimmt Obst ausgedehnte Studienreisen nach Südwestafrika, wo er sich morphologischen Untersuchungen und siedlungs- und wirtschaftsgeographischen Studien widmet. Obst setzt sich für die Auslandsdeutschen in "Deutsch - Südwest" ein und kämpft erbittert um die Wiederaufnahme einer klassischen, deutschen Kolonialpolitik.
  • Ab 1938 Ordentlicher Professor an der Universität Breslau, hier entstehen 13 des auf 19 Bände konzipierten Kolonialhandbuchs (1941-43). Nach 1945 wird die Weiterführung des Werkes gestoppt
  • Ab 1945 Lehrstuhl an der THH (Technische Hochschule Hannover). Obst ist - neben Kayser und Schwarz - maßgeblich am Aufbau des Geographischen Instituts in Hannover beteiligt
  • 1953 Emeritierung (Plakette am Geo. Institut)

Literatur/Links
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